Mit Herz, Harfe und Harmonie

Besinnliches Adventskonzert der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie

Zurücklehnen und genießen. Entschleunigen, bevor die hektische Adventszeit so richtig beginnt. Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie hat es mit ihrem Adventskonzert Freitagabend im Dr.-Tolberg-Saal möglich gemacht. Das Orchester unter Leitung von Gererad Oskamp, Gast-Sopranistin Christina Heuel und Gast-Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne glänzten mit professioneller Spielfreude, spürbarer Leidenschaft für die Musik und klassischen Klängen, die die Herzen erwärmten. 

Jasmin-Isabel Kühne an der Harfe.

Wenn sie sich an das große Instrument setzt, dann wirkt sie noch zarter als sie ist. Wenn sie beginnt, die Saiten zu zupfen, dann verschmilzt sie mit ihrer Harfe und entlockt ihr himmlische Klänge. Gerade jetzt, da die Adventszeit bevorsteht, gelingt es Jasmin-Isabel Kühne mit ihrer virtuosen Art, für Besinnlichkeit zu sorgen. Die Harfenistin und ihr goldenes Instrument standen im Mittelpunkt des Adventskonzertes. Schon zum Auftakt, als Händels Harfenkonzert h-Moll op. 4 Nr. 6 erklang, wurde ihr Ausnahmetalent deutlich. Das Publikum im nahezu voll besetzten Saal lauschte ihrer Interpretation andächtig und genoss die Musik sichtlich. Mal mit solistischen Passagen, mal gemeinsam mit dem Orchester: Jasmin-Isabel Kühne sorgte für einen wahren Ohrenschmaus.

Sopranistin Christina Heuel.

Auch die zweite Solistin des Abends, Sopranistin Christina Heuel, überzeugte. Nicht nur optisch durch ihr bezauberndes rotes Kleid, sondern vor allem mit ihrer glasklaren, lupenreinen Stimme. Mit ihren instrumental von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie begleiteten Weihnachtsliedern des deutschen Komponisten Peter Cornelius ließ sie Vorfreude auf Weihnachten aufkommen. Zwischen den musikalischen Stücken las Schauspielerin Andrea Beckmann Gedichte und Geschichten, mal lustig, mal nachdenklich stimmend.

Der Zauber von Weihnachten hatte spätestens zum Ende des ersten Teils jeden erfasst, als das grandios aufgelegte Orchester Tschaikowskis “Blumenwalzer” aus “Der Nussknacker” servierte. Beseelt ging es in die Pause. Zum krönenden Abschluss konnten auch die Zuhörer mit einstimmen. Es erklang “Oh du Fröhliche”. Wirklich wunderbar!