20 Jahre Förderverein des Salzlandmuseums

„So etwas Großes“ entstanden

Es seien nur zwei Sätze. Aber zwei, die es treffender nicht auf den Punkt bringen könnten. „Als wir den Museumsverein gründeten, wollten wir das Museum einfach nur vor der Schließung bewahren. Niemand hätte erwartet, dass so etwas Großes daraus wird.“ Mit diesem Zitat eröffnete Olaf Busch seine Festrede anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Fördervereins des Kreismuseums des Salzlandkreises.

Christa Hein freute sich über die Blumen. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Christa Hein freute sich über die Blumen. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Die Worte stammen von Gründungsmitglied Christa Hein. Die 84-Jährige weilte während der Feierstunde unter den Gästen und lächelte gerührt, als sie ihre Sätze vernahm.

Wie recht sie damit doch hat. Mit 30 engagierten Mitgliedern startete der Förderverein 1992 seine Arbeit. Und musste seitdem einige Hürden überwinden. Nicht nur einmal wurde laut darüber nachgedacht, das Salzlandmuseum zu schließen. Besonders akut war die Situation 2004, wie Busch während der Feierstunde Ende Januar erinnerte. „Das war eine unserer größten Herausforderungen.“ Doch medienwirksame Aktionen haben dazu beigetragen, die durch den Landkreis geplante Schließung zu verhindern. Inzwischen zählt der Verein rund 90 Mitglieder. Ein Zeichen dafür, wie wichtig das Museum den Menschen in der Region geworden ist. Busch ließ die zurückliegenden zwei Jahrzehnte Revue passieren. Er erinnerte an die Anfänge, als Freunde der Partnerstadt Garbsen den weisen Rat gaben, den Förderverein zu gründen. Er sprach die Feste an, die nach und nach entstanden und immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Ob Pfännerfest oder Bad Salzelmener Weihnachtsmarkt, ob Museumsnacht oder Glühweinfest: Die engagierten Mitglieder haben mit ihren Aktionen den Nerv der Zeit getroffen. Die Ereignisse sind aus dem Veranstaltungsplan der Stadt längst nicht mehr wegzudenken. Das Museum und sein Förderverein sind seit Jahren etabliert. Doch neue Herausforderungen kommen auf die ehrenamtlichen Mitglieder immer wieder zu. Seit 2010 ist der Verein Träger einer vom Land geförderten Umgestaltungsmaßnahme. Mit dem neuen Konzept weg vom Allerweltskreismuseum hin zum Zeitgeist des 21. Jahrhundert mit regionalen Schwerpunkten wie der Salzgewinnung und der Binnenschifffahrt steht eine große Aufgabe bevor, wie Museumsleiterin Petra Koch betonte. Doch die Mitglieder sind immer noch mit Enthusiasmus dabei und freuen sich auf das Neue. Neben Christa Hein gehört auch Rüdiger Radicke zu den Gründungsmitgliedern. Beide wurden für ihr Engagement von Beginn an mit Blumen und Urkunden geehrt.