Abfanggraben wird auf den Weg gebracht

AG (2) Hochwasser hat getagt: Realisierung für 2014 vorgesehen

Während der jüngsten Zusammenkunft der Arbeitsgruppe 2 „Grundwasser” der Stadt Schönebeck Ende Juli informierte Michael Stief, Mitarbeiter beim Landwirtschafts- und Umweltministerium Sachsen-Anhalt, über den aktuellen Stand des Vorhabens „Abfanggraben einschließlich Siel mit Schöpfwerk“. 

Hierbei handelt es sich um den geplanten Graben entlang der Schönebecker Ortsumgehung B 246 a, der das bei Extremlagen und/oder entsprechender Witterung anfallende und von Südosten kommende Oberflächenwasser auf- und abfangen sowie vom Stadtgebiet und besonders dem Ortsteil Felgeleben abhalten und über ein Siel und die Röthe in die Elbe ableiten soll. Es stellt das erste konkrete Projekt des von der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelten Pilotprojekts zur Bekämpfung der Vernässungsproblematik im Elbe-Saale-Winkel dar.

Durch Ableitung von aus den südlichen Gemeinden anfallendem Problemwasser über den Solgraben in den Abfanggraben könnten auch die Gemeinden des Umlandes (etwa Bördeland) von dem Vorhaben maßgeblich profitieren, wie Prof. Frido Reinstorf von der Hochschule deutlich gemacht hatte. Nach Michael Stief ist jetzt die Zustimmung der Verbandsteilnehmergesellschaft VTG zur Beauftragung der Planung erfolgt. Kurzfristig soll nun die Beauftragung für die Erstellung der Planungsunterlagen an ein Ingenieurbüro erfolgen.

Der Planungszeitraum soll noch 2013 abgeschlossen werden, um das Bauvorhaben im kommenden Jahr realisieren zu können. Das ALFF wird zeitnah alle Beteiligten wie das genannte Ministerium, die VTG, die Städte Schönebeck und Barby und nicht zuletzt die Hochschule zur Arbeitsgruppenberatung einladen. Die Förderung der längerfristigen Maßnahme als Flurneuordnungsverfahren erfolgt aus Töpfen der Europäischen Union und nicht etwa über den 30-Millionen-Vernässungsfond des Landes, da es sich um eine höhere Fördersumme handeln würde.

Der Planungsleistungsanteil in Höhe von 20.000 Euro wird von der Stadt Schönebeck mit 14.000 Euro und von der Stadt Barby mit 6.000 Euro getragen. Der Vertrag zwischen beiden Kommunen wurde inzwischen unterzeichnet. Weitere Informationen zur Thematik werden zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlicht.