Ausflugsziele Schönebeck und Umgebung

Überblick der Extraklasse: Türme der Stadt

Für alle die gerne hoch hinaus möchten, sei eine Besteigung des Salzturmes empfohlen. Von der 30 Meter hohen Balustrade am Turm lässt sich ein toller Rundumblick genießen. Vor vielen Jahrhunderten war es das Heim des Turmbläsers, dem Wächter der Stadt. Dieser blies bei Gefahr den Feueralarm.

Auch der Hummelberg bietet die Möglichkeit, über die Stadt zu schauen. Hier findet sich der ehemalige Aussichtsturm, der bis 1961 auch eine Sternwarte barg. Auf immerhin 94,4 Meter gelingt ein Blick in die weitere Umgebung. Dabei fällt auch die schöne Sankt Jacobi Kirche ins Auge. Diese wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und ist von außen sehenswert.

Die Perle der Natur: Ranies

Nahezu unberührte Natur finden Erholungssuchende in und um Ranies. Der Schönebecker Ortsteil liegt im Urstromtal der Elbe zwischen Alter Elbe und Stromelbe, umgeben von Wasserflächen und reichhaltiger Natur. Das Ortsbild ist urtypisch für die Elbdörfer: Vierkanthöfe, teils noch mit repräsentativen Torbögen und großzügig angelegten Gärten mit Hausbäumen. Bekannt ist die Gegend für ihre Eichen, die teils mehr als 300 Jahre alt sind. Auf einem Lehrpfad lassen sich die Dimensionen unseres Sternensystems praktisch erlernen und auch Erläuterungen zu den einzelnen Sternen lassen den Rundgang zu einem Erlebnis werden.

Doch einmal im Jahr ist es mit der Ruhe in Ranies vorbei. Zur Karnevalszeit – immer am Sonntag vor dem  Rosenmontag – veranstaltet der örtliche Heimatverein einen großen Straßenumzug mit verschiedenen Wagen, zu dem jedes Jahr mehr als 6000 Besucher erwartet werden.

Einblicke in die Geschichte

Schausiedehaus „ Bad Salzelmen“

Das spannende Schausieden lässt sich in der kleinsten aktiven Saline direkt erleben. Dabei handelt es sich um eine interessante Vorführung des Salzsiedens. Man erhält Einblick in ein altes Handwerk, bekommt alle Fragen rund um das Salz beantwortet. Auch über die Besonderheiten des Bad Salzelmener Salzes finden sich interessante Erläuterungen. Neben der Salzgewinnung lassen sich im Kunsthof in einer Ausstellung die Bilder von regionalen Künstlern bewundern. Als bleibende Andenken oder auch als Geschenk lassen sich das Salz-Salinchen und verschiedene Badesalze erwerben.

Spannende Gemäuer: „Schalom-Haus“

Als alte Salzstadt beheimatet Schönebeck das „Schalom-Haus“. Gemeint ist die alte jüdische Synagoge, in welcher heute die freikirchliche evangelische Gemeinde residiert. Bereits im 11 Jahrhundert traf man Juden in der Stadt, die an dieser Stelle ihr Gotteshaus errichteten. In der späteren Geschichte fiel dieses jüdische Gotteshaus der Reichskristallnacht zum Opfer. Nach wechselvoller Nutzung wurde es ab 1986 der freikirchlichen Gemeinde zur Verfügung gestellt. Eine tolle Rekonstruktion der Außenfassade lässt sich hier bewundern und gewährt einen Blick in die Geschichte der Stadt.

Flussschifffahrt

Einen Ausflug der besonderen Art bietet die Reederei Süßenbach. Auf den Rundfahrten auf der Elbe genießt man die schöne Landschaft mit den Wiesen und Wäldern. Für einen besonderen Abend ist die Spielzeit als Theaterschiff im Juli bis November bekannt. Hier wird neben maritimem Flair und einem mehrgängigen Menü, ein ansprechendes Theaterspiel geboten. Dabei hat die Theatergruppe „Nachtschwärmer“ im Jahr 2013 das Programm „Nebelhorn-Tango“ und „3. Elb-Sommer-Nacht“ im Angebot. Aber auch einzelne Gastspiele verschiedener Künstler sind im Angebot und sorgen für einen unterhaltsamen Abend. Neben den Vorstellungen in den Sommermonaten finden im Dezember zusätzliche Theateraufführungen in der Vorweihnachtszeit statt.

Gutes liegt so nah: Plötzky

Das Heimatmuseum Plötzky bietet einen Blick in die Geschichte. Neben den bäuerlichen Haushaltsgegenständen finden sich auch zwei sehr interessante Mühlenmodelle. Auch die wunderschöne St. Maria Magdalena Kirche ist einen Besuch wert. Die 2010 sanierte Orgel und die schmucke Fassade laden ein zum Verweilen. Eine lange Geschichte geht der Kirche voraus, die bereits 1172 erbaut wurde. Schon zu Zeiten der DDR erfuhr sie erste Sanierungsschritte, die nach der Wende im umfangreichen Maße weitergeführt wurden.

Direkt gegenüber des Gemeindehauses befindet sich die berühmte Rolandfigur. Diese beeindruckt durch ihre Größe von 3,10 Metern und besteht aus Sandstein. Ihr ursprünglicher Standort war bereits im 14. Jahrhundert vor dem Kloster. Doch 2005 erfolgte eine Neuerrichtung nach Entwürfen von Wilfried Kiske.

Schönebecker Umland

Rund um Schönebeck locken verschiedene Angebote

Klein aber fein: Barby

Wo die Saale in die Elbe mündet, findet sich das wunderschöne Schloss, welches heute das Landesarchiv Sachsen-Anhalt beherbergt. Es hat nach seinem Bau in den Jahren 1687-1715 eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt. Ursprünglich erbaut wurde es unter Heinrich dem Sohn des Herzoges August von Sachsen-Weißenfels. Dieser ließ 1687 die alte Burg abtragen und mit dem Schloss als Residenz bauen. Auch heute gilt es als repräsentative Provanbau im barocken Stil. Zu Zeiten des Herzoges beheimatete er eine Gemäldegalerie, eine Kunstkammer, ein Porzellankabinett und eine Bibliothek. Als Anekdote erzählt man sich, dass auf Grund der langen Bauzeit der Herzog lange Zeit bei seinem Schwiegervater wohnen musste.

Einer der Ortsteile von Barby, Breitenhagen, beheimatet ein besonderes Schmuckstück. Die „Maria Gerda“ gilt als eine der letzten Elbschleppkähne, die sogar in der hiesigen Werft gebaut wurden. 1914 stellte die Werft ihren Betrieb ein und man holte das Schiff wieder zurück ans Ufer seiner Heimatstadt. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsmuseum mit schöner Erlebnisgastronomie. Für Freunde der gepflegten Küche und dem maritimen Ambiente sei dieses Schiff empfohlen. Den verliebten Gästen sei gesagt – hier ist auch das Heiraten möglich.

Möchte man nun nach gutem Essen auch einmal die Elbe überqueren, so bietet sich die Möglichkeit, eine der wenigen Gierseilfähren zu nutzen. Die Überfahrt über die Elbe wird hier zum ganz eigenen Erlebnis. Sie verkehrt zwischen Barby und Zerbst. Ein spannendes Unterfangen, denn diese Fähre erreicht das andere Ufer völlig ohne Motorkraft, sondern nur mit der Stärke der Strömung. So lässt sich die Natur in völliger Ruhe genießen und eine Bewunderung der Kraft des Stromes zu.

Für Erfrischung im Sommer bei Jung und Alt sorgt der Seepark Barby. Mit seinem attraktiven Angebot an Liegeflächen und Strandkörben direkt am Strand bietet das Bad aktive Erholungspausen. Neben einer Rutsche und einem Kinderspielplatz für die Kleinen finden sich Tischtennisplatten und Beachvolleyballplatz für die Großen. Zur Stärkung gibt es hier einen Imbisstand. Für die optimale Information sorgt an dieser Stelle auch die Tourist Information mit einem wunderbaren Panoramablick über den gesamten See.

Calbe (Saale):

Südlich von Schönebeck liegt die alte Handelsstadt Calbe. Der idyllische Stadtkern mit dem berühmten Rolanddenkmal vor dem neoklassizistischen Rathaus ist einen Besuch wert. Auch die Saaleschleuse ist ein beeindruckender Bau. Bereits im Jahre 1160 erhielt man hier das Marktrecht und betrieb fortan großzügigen Handel. Besonders im Mittelalter erblühte die Stadt als Tuchhandelsstadt. Heute gehört in Calbe ein Besuch des Tierparks für Jung und Alt dazu. Auf einer Anhöhe gelegen bietet er neben heimischen Tieren mit dem Bismarckturm eine wunderbare Aussicht auf die Region. Für die Anreise bietet sich die Nutzung eines Fahrrades an. Denn die Stadt liegt direkt an der Saale und lädt ein zur Nutzung des Saale-Elbe-Fernradweges. Auf einer Strecke von 15 Kilometern am Fluss entlang lassen sich die Alltagssorgen vergessen und die Natur genießen.

Glöthe:

Für Technikbegeisterte lohnt sich ein Abstecher in den kleinen Ort Glöthe, rund 20 Kilometer südlich von Schönebeck. Hier findet sich eines der interessantesten Fahrzeugmuseen der Umgebung. Die Sammlung umfasst verschiedene Fahrzeuge und deren Zubehör aus dem DDR-Alltag sowie Sonderfahrzeuge, wie man sie anderswo in so geballter Form nicht findet.

Gommern:

Berühmt für sein romantisches Wasserschloss in einmaliger Landschaft ist Gommern. Heute beheimatet es Gaststätte und Hotel. Der romantische Charme der Stadt inmitten von unberührter Natur erfreut Gäste wie Einheimische gleichermaßen. Von einem Heide- und Rosengarten umgeben findet sich die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gutskapelle Pöthen. Die Gartenvielfalt ist absolut sehenswert. Kulinarisch lässt Gommern kaum Wünsche offen. Sogar ein selbstgebrautes Bier aus der ortsansässigen Brauerei ist verfügbar. Mit der restaurierten Schmalspurlok kommen auch technisch interessiere Besucher auf ihre Kosten. 1921 in den Dienst gestellt, diente sie hauptsächlich im Zuckerwerk in Gommern. 1965 wurde sie außer Betrieb genommen, um 10 Jahre später als Ausstellungsstück auf dem Bahnhofsvorplatz ihren Stellplatz zu finden. Bis heute ist sie ein beliebtes Fotoobjekt. Im Jahr 2013 rückt Gommern in den Fokus des ganzen Bundeslandes. Hier findet vom 28. Bis 30. Juni der Sachsen-Anhalt-Tag statt.

Sportstadt Schönebeck

Für Sportfreunde findet sich in Schönebeck ein vielfältiges Angebot. Von Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Taekwondo, Volleyball oder Kanu wird einiges geboten in der Salzstadt. Als besonderes Ereignis, weil auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, ist der Solecup. Hier kommen einmal im Jahr die besten Werfer in den Disziplinen Hammer, Speer und Diskus zusammen. Welt- und Europameister waren schon da und kommen gerne wieder. Am 7. Juni 2013 ist es wieder soweit. Besucher können sich auf spannende Wettkämpfe der deutschen Wurfelite freuen. Zudem gibt es im Stadion an der Magdeburger Straße ein Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Doch nicht nur der Solecup gilt als sportliches Highlight. Auch der Elbebadetag lädt die ganze Familie zu einem Sprung in den kühlen Fluss ein. Ein Unterfangen, welches sonst in dieser Form verboten ist, ist an diesem Tag ausdrücklich erlaubt. Rund um das Bootshaus Delphin am Buschweg gibt es immer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Überhaupt das Baden… an die 24 Seen rund um die Stadt laden ein zu einer erfrischenden Abkühlung. Entstanden aus den ehemaligen Steinbrüchen geben sie mit einer Tiefe von 30 Metern inmitten der Natur eine Garantie auf gute Erholung. Auch Camper finden auf einem der idyllischen Plätze ihren idealen Ferienstellplatz. Wer dagegen ein wenig mehr Aktion wünscht, dem sei der Ferienpark Plötzky empfohlen.

Um das Jahr sportlich zu beschließen und vielleicht dem einen oder anderen Vorsatz für das neue Jahr entgegen zu kommen, schnüren Läufer aller Altersklassen zum Silvesterlauf ihre Schuhe. Am letzten Tag des Jahres begeben sie sich im Bad Salzelmener Kurpark auf unterschiedlich lange Strecken. Im Ziel eingetroffen gibt es wärmende Heißgetränke und Glühwein.

Technik die begeistert: Pretzien

Was bereits seit 125 Jahren einwandfrei funktioniert, sorgt auch heute noch für Staunen. Die Rede ist vom Pretziener Wehr, einem der ältesten Elbregulierungseinrichtungen, die auch heute noch in Betrieb ist. Es regelt den Wasserstand der Elbe und sorgt bei Hochwasser für einen Überflutungsschutz der Bürger. Gleichzeitig ist das 2003 generalüberholte Wehr nicht nur technisch sondern auch optisch eine Augenweide. Zuletzt 2011 sorgte es für einen sicheren Schutz der Bevölkerung bei Hochwasser.

Ein wahrer Schatz lässt sich in der St. Thomas Kirche betrachten. Hier findet man wunderschöne alten Wandmalereien, die unter alten Anstrichen zum Vorschein kamen. Dieses Kleinod der Backsteinkunst liegt direkt an der Straße der Romanik, die 72 Bauwerke miteinander verbindet. Eine weitere Verbindung besteht in einer der wenigen erhaltenden Schmalspurbahnbrücken, welche sich unweit der ehemaligen Kraftwerkanlage befindet und sich in unberührte Natur einfügt. Sie lässt sich heute bei einem Spaziergang wunderbar zu Fuß erkunden.