Damit Betroffene nicht allein gelassen werden

Modellprojekt „Demenzservicezentrum“ erfolgreich an den Start gegangen • 1. Forum am 20. Januar

Die Diagnose bedeutet allzu oft Ausgrenzung, Isolation, Alleinsein. „Das wollen wir nicht“, sagt Britta Duschek. Die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung und ihr Team haben Kooperationspartner gefunden, um ein Demenz-Netzwerk zu gründen.

Freude bei Britta Duschek (l.) und Gabriela Schultz: Frank Ribbe überreichte einen Spendenscheck über 1.000 Euro für die Bürgerstiftung Salzland.

Freude bei Britta Duschek (l.) und Gabriela Schultz: Frank Ribbe überreichte einen Spendenscheck über 1.000 Euro für die Bürgerstiftung Salzland.

Im März mit sechs Partnern auf den Weg gebracht, sind es inzwischen 13. Auch wenn die bauliche Hülle für das Demenzservicezentrum noch nicht steht: Gearbeitet wurde schon viel. Die Situation ist alarmierend. Die Region um Schönebeck altert schneller als der Rest des Landes. „Wir sind jetzt da, wo Sachsen-Anhalt 2025 hinkommt“, sagt Britta Duschek. Der demografische Wandel hat nicht nur bei der Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Salzland einen Umdenkungsprozess in Gang gesetzt. Mit der immer älter werdenden Bevölkerung steigt auch die Zahl der Menschen, die an Demenz erkranken. Der Informationsbedarf ist enorm.

Aus diesem Grund hat die Bürgerstiftung ein Modellkonzept zur besseren Versorgung der Betroffenen erarbeitet, für das vom Sozialministerium des Landes Fördermittel bewilligt worden sind. Aus dem Fördertopf „Demografie – Wandel gestalten“ fließen Mittel in das Demenzservicezentrum. Dessen Hülle steht zwar noch nicht. Aber mit Gabriela Schultz konnte eine Fachkraft eingestellt werden, die für Angehörige und Betroffene Ansprechpartnerin ist. „Mein Telefon steht kaum still“, sagt die ausgebildete Pflegeberaterin, die ihr Büro derzeit im SWB-Sitz an der Wilhelm-Hellge-Straße hat.

Zur besseren Vernetzung ist auf Initiative der Bürgerstiftung im März das Demenz-Netzwerk Schönebeck entstanden, das inzwischen 13 Partner aus dem Bereich zusammengebracht hat. Diese werden sich beim 1. Schönebecker Demenz-Forum am Montag, 20. Januar, ab 15:00 Uhr im „Haus Luise“, Moskauer Straße 23, der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Wer sich bis 10. Januar bei Gabriela Schultz unter Tel. 03928 786212 anmeldet, kann sich dort informieren. Zweimal im Jahr soll es solche Foren geben.

Von der engagierten Arbeit der Stiftung hat auch die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt erfahren. Prokurist Frank Ribbe überreichte kurz vor Weihnachten einen Spendenscheck über 1.000 Euro. „Jeder Cent fließt in die Projekte“, versicherte Britta Duschek. Sie freut sich schon, wenn demnächst auch die bauliche Hülle des Demenzservicezentrums stehen wird.

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