Deutliche bauliche Spuren hinterlassen

Architekt Friedrich Gehse schenkt Schönebeck Teilnachlass seiner architektonischen Arbeiten

Der Architekt und Künstler Karl Friedrich Gehse aus Bochum hat der Stadt Schönebeck jetzt sämtliche seiner die Elbestadt betreffenden Arbeiten und Werke – darunter Aquarelle, Projektentwürfe, künstlerische Skizzen und Bauzeichnungen – geschenkt.

Der Architekt und Künstler Karl Friedrich Gehse aus Bochum hatte in den 90er Jahren großen Einfluss auf die architektonische Entwicklung Schönebecks.

Der Architekt und Künstler Karl Friedrich Gehse aus Bochum hatte in den 90er Jahren großen Einfluss auf die architektonische Entwicklung Schönebecks.

Bei dem umfangreichen Teilnachlass handelt es sich um Hunderte von wertvollen Dokumenten der Stadtentwicklung Schönebecks, die nun im Stadtarchiv gesichtet, geordnet und aufbewahrt werden. Die Stadt – allen voran die stellvertretende Oberbürgermeisterin Gisela Schröder – zeigt sich überaus dankbar für diesen wertvollen dokumentarischen Schatz. Gehse hatte in den 90er Jahren prägenden Einfluss auf die architektonische Gestaltung und Entwicklung der Stadt, besonders in Elbufernähe und der Altstadt. Er hinterließ mit teilweise spektakulären Bauten wie dem Sparkassengebäude, der Zoohandlung in der Bahnhofstraße, den Salinehäusern oder auch ganzer Straßenzüge wie der Bader-, Stein-, Böttcherund Schornsteinfegerstraße deutliche Spuren. Mit seinem über viele Jahre währenden Wirken gab er bis dahin einigermaßen maroden Stadtgebieten erst wieder eine bauliche Identität zurück, prägte den Baustil maßgeblicher Teile der Stadt. Der ehemalige Baudezernent und Vorsitzende des Elbufer-Fördervereins Martin Hennig sowie Lothar Finke (ebenfalls Elbufer Förderverein) haben drei Tage in dem Material recherchieren müssen, um es am Montag gemeinsam mit Britta Meldau im Stadtarchiv der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Leider konnte der Architekt wegen Krankheit nicht persönlich teilnehmen, was bedauert wurde. Hennig: „Unser Freund aus dem Ruhrgebiet war vielleicht eher ein Mann der Bildenden als der Ingenieurskunst und deshalb auch nicht ganz unumstritten, aber er hat es geschafft, eine typische Handschrift zu hinterlassen, die sich sehen lassen kann.“