Erinnerungen an eine einst lebendige Stadt

Adelheid Bornholdt (60) ist in Schönebeck aufgewachsen, erkennt die Heimat kaum wieder

„Vor der Wende war Schönebeck eine so lebendige Stadt.“ Adelheid Bornholdt schlägt ihr Fotoalbum auf. Noch gut erinnert sich die 60-Jährige an das Jahr 1973, als die Stadt ihr 750-jähriges Bestehen feierte. Aus dieser Zeit stammen die Fotos.

Erinnerungen an eine einst lebendige Stadt

Erinnerungen an eine einst lebendige Stadt

Salzelmen, Salzer Straße, Bierer Berg … Alles Orte, an denen die gebürtige Schönebeckerin immer gern war. 26 Jahre hat sie in der Elbestadt gelebt, bevor es sie wenige Kilometer weiter in die Landeshauptstadt gezogen hat. Wenn sie heute in ihre alte Heimatstadt kommt, wird sie traurig. Die Tristesse, die ihr dort immer wieder begegnet, lässt ihr Lächeln aus dem Gesicht schwinden. Sie holt ein Foto hervor, das die belebte Salzer Straße im Jahr 1973 zeigt.

Viele Menschen sind unterwegs. Sie bummeln, plaudern, lachen. Heute sei die Einkaufsstraße alles andere als belebt. Viele Läden stehen leer, den Ratskeller gibt es lange nicht mehr, auch kein Kino. „Früher hatten wir zwei“, erzählt Adelheid Bornholdt. Sie hat gern in Schönebeck gelebt. Doch als mit der politischen Wende das Sterben großer Betriebe begann, sei es auch mit der Stadt selbst bergab gegangen. „Es ist so bedauerlich. Gerade weil ich Schönebeck auch noch als kulturelle Stadt erlebt habe.“

Doch die heutige Magdeburgerin entdeckt bei ihren Besuchen auch positive Seiten. Die neu gestaltete Elbpromenade etwa, oder der gepflegte Markt in Bad Salzelmen, der Kurpark …“ Ich wünsche mir, dass Schönebeck wieder so lebendig wird wie früher.“