Fellnasen bekommen eine Überraschung

Tino Sorge besuchte das Schönebecker Tierheim / Unterstützung in Form einer Futterspende

(akb). Im Tierheim an der Barbyer Straße finden Notfälle ein Zuhause auf Zeit. Momentan beherbergt die Einrichtung um die 40 Katzen, 17 Hunde und ein rehbraunes Löwenköpfchen. Einfach ist es nicht immer – vor allem finanzielle Probleme und bautechnische Mängel machen den drei festangestellten Mitarbeitern und ihren Helfern Sorgen. Bundestagsabgeordneter Tino Sorge, selbst Tierfreund und begeisterter Hundehalter, besuchte am Donnerstagnachmittag das Heim im Rahmen seiner Sommertour und hatte auch ein Geschenk im Gepäck.

Hundefan Tino Sorge mit dem inoffiziellen Maskottchen des Tierheims, Hündin Lucy.

Hundefan Tino Sorge mit dem inoffiziellen Maskottchen des Tierheims, Hündin Lucy.

Fundtiere bleiben meist nicht lange, die Besitzer melden sich schnell. Anders sieht es bei abgegebenen oder ausgesetzten Hunden aus – gerade bei Kampfhunderassen oder Mischlingen solcher ist die Vermittlung aufgrund der Auflagen zur Haltung von Listenhunden schwierig. Auf die zukünftigen Halter kommen meist enorme Kosten für die Erstellung eines Wesenstests und Ähnlichem zu. Auch die Katzen verbringen, wenn sie nicht gerade noch klein und niedlich sind, oft eine lange Zeit im Tierheim. Bei der Pflege haben die drei festangestellten Mitarbeiter des Tierheims zum Glück tatkräftige Unterstützung. Zwei FÖJ-ler und drei 1-Euro-Jobber haben sich für eine Tätigkeit in der Einrichtung entschieden, dazu kommen ehrenamtliche Helfer und Privatpersonen, die zum Beispiel mit den Hunden Gassi gehen. „Am Wochenende haben wir manchmal nicht genügend Hunde“, erzählt Michael Boner, Mitarbeiter des Heims, grinsend vom großen Interesse der Menschen aus Schönebeck und dem ganzen Salzlandkreis. Unter ihnen sind oft auch Kindergruppen, die den Kontakt zu den Tieren suchen.
Tino Sorge nahm sich bei seiner Besichtigung viel Zeit, sich die verschiedenen Hunde anzuschauen und erzählte auch von seinem eigenen Vierbeiner, einem spanischen Wasserhund. „Der heißt Oscar, aber mit C – ist ja ein Spanier!“ lachte der CDU-Politiker. Allgemein riet er dazu, sich bei der Suche nach einem geeigneten Haustier immer zuerst im Tierheim umzuschauen und vielleicht einem  der Tiere dort die Chance auf ein schönes und liebevolles neues Zuhause zu geben. Sorge ist von der positiven Wirkung von Haustieren überzeugt und engagiert sich in seiner Funktion als Gesundheitspolitiker als Schirmherr des „Forum Haustier“, eines Zusammenschlusses von Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Fachverbänden und der Wirtschaft. Ziel des Forums ist es, den positiven Nutzen von Heimtieren durch Studien weiter zu belegen und dessen  Anerkennung weiter zu fördern. Denn Tiere sind gut für die Gesundheit. Neben ihrer positiven psychologischen Wirkung fördern sie das Befinden ihrer Besitzer auch durch die Notwendigkeit von regelmäßiger Bewegung. Gerade für ältere Menschen sind Haustiere deshalb ein wichtiger Ansporn, um aktiv und fit zu bleiben. Auch der Nutzen für Schulkinder ist unumstritten und zum Beispiel bei Projekten mit Hunden in Rütli-Schulen deutlich erkennbar.
Nach dem Rundgang hatte Sorge zum Abschluss seines Besuchs noch eine großzügige Futterspende dabei, die von den Mitarbeitern dankbar angenommen wurde.