Für gesunde und zufriedene Mitarbeiter

Stadt Schönebeck hat Vertrag mit einer Krankenkasse abgeschlossen

Der Altersdurchschnitt liegt bei rund 48 Jahren, der Krankenstand bei knapp unter zehn Prozent. Während der Altersschnitt durch das altersbedingte Ausscheiden mehrerer Mitarbeiter in den kommenden Jahren automatisch sinkt, muss für einen geringeren Krankenstand etwas getan werden. Die Stadtverwaltung Schönebeck hat zur betrieblichen Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigten mit der IKK gesund plus eine Kooperation abgeschlossen, die zunächst über zwei Jahre läuft.

OB Bert Knoblauch und Gesundheitsreferent Dr. Olaf Haase unterzeichneten den Vertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

“Wir erhoffen uns eine Verbesserung der Gesundheit unserer Mitarbeiter, aber auch eine steigende Arbeitszufriedenheit.” Oberbürgermeister Bert Knoblauch hatte von Beginn seiner Amtszeit an vor, etwas für die Prävention seiner Belegschaft zu machen. Nach ersten Gesundheitstagen mit der AOK tat sich eine Weile nichts. Mit der Unterschrift unter den Vertrag mit der IKK gesund plus ändert sich dies. Schon im Mai soll das Gesundheitsprojekt starten und – vorerst – über zwei Jahre laufen. Nach der Auftaktveranstaltung werden die 280 Mitarbeiter gebeten, einen Umfragebogen auszufüllen. Hier werden, anonymisiert, Fragen zum Gesundheitszustand und zu Beschwerden, zu den Arbeitsplatzbedingungen und zu Wünschen gestellt. Das Team der Krankenkasse wertet die Umfrage aus und kann so die Themenschwerpunkte setzen. Möglich sind Aktionen in den Bereichen Ernährung, Stressabbau, Suchtbewältigung und Bewegung. 

“Die Anforderungen am Arbeitsplatz nehmen stetig zu. Und somit auch die damit verbundenen gesundheitlichen Beschwerden”, weiß Dr. Olaf Haase, Referent für Gesundheitsmanagement bei der Krankenkasse. Genau hier knüpfe die betriebliche Gesundheitsförderung an, um das Gesundheitsbewusstsein zu stärken und Krankheitsfälle durch Belastungen am Arbeitsplatz zu verringern. Die größten Probleme liegen Haase zufolge im Bereich der Atemwegs-, Skelett- und Muskelerkrankungen. Aber auch psychisch bedingte Ausfälle würden zunehmen. Mit jedem Mitarbeiter werde ein Check-up gemacht, in einem Vier-Augen-Gespräch werden anschließend Empfehlungen gegeben.

Auch Knoblauch möchte sich aktiv beteiligen und hofft auf professionelle Unterstützung, um endlich mit dem Rauchen aufhören zu können.