Für mehr Bürgernähe und bessere Kommunikation

Oberbürgermeisterwahl am 15. Dezember: Drei weitere Bewerber im Rennen

Die SPD hatte ihren Bewerber schon Wochen vor der Abwahl nominiert, die CDU zog am Tag nach der Abwahl nach. Inzwischen gibt es mit Heinz-Werner Herrler (Die Linke) sowie Peter Volz und Holger Goldschmidt (beide Einzelbewerber) drei weitere Kandidaten. Gewählt wird am 15. Dezember.

„Für unsere Stadt“: Das ist das Motto von Heinz-Werner Herrler (60). Der Bauhof-Chef ist der OB-Kandidat der Linken.

„Für unsere Stadt“: Das ist das Motto von Heinz-Werner Herrler (60). Der Bauhof-Chef ist der OB-Kandidat der Linken.

Sie wollen etwas bewegen, frischen Wind ins Rathaus bringen, die Vernässungsprobleme schnellstmöglich lösen. In den Zielen unterscheiden sich die Bewerber um das höchste Amt der Stadt kaum. Doch ihre Motivationen sind andere. Heinz-Werner Herrler hat lange überlegt, bevor die Entscheidung in ihm gereift ist. Der Chef des Städtischen Bauhofes kennt die Verwaltungsstrukturen und ihre Schwächen. So erfolgreich wie er den Bauhof leite wolle er auch die Stadt führen. Der 60-jährige Linkssozialist ist ein „Mannschaftsspieler“. Darauf setzt er. Erfahrung, eine Belegschaft zu führen, hat er.

Schon länger ist ihm in Stillstand in seiner Heimatstadt aufgefallen. Das müsse sich dringend ändern. Bürgernähe müsse wiederkehren. „Die Stadt hat ihr Gesicht verloren.“ Das stimmt Peter Volz mehr als traurig. Der Unternehmer hat die Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren aufmerksam verfolgt. Den Negativtrend hätten die Menschen hier nicht verdient. „Bürgerwille statt nur Verwaltung und Parteienbrille“ lautet die Maxime des 54-Jährigen.

Ohne Parteibuch, aber mit „Herz und Hirn“ tritt Peter Volz (54) in den Wahlkampf. Der Unternehmer setzt auf ergebnisorientiertes Arbeiten.

Ohne Parteibuch, aber mit „Herz und Hirn“ tritt Peter Volz (54) in den Wahlkampf. Der Unternehmer setzt auf ergebnisorientiertes Arbeiten.

Auf kommunaler Ebene führe Parteiengerangel oft nicht zu konstruktiven Ergebnissen. „Ich möchte versuchen zu integrieren“, sagt der Inhaber einer Boutique. „Wir alle sind die Stadt.“ Jeder könne einen Beitrag dazu leisten, dass es hier lebenswerter sei. Nicht zuletzt die Verwaltung, die Gäste und potenzielle neue Firmen verprelle. Eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit Handel, Handwerk und Industrie habe es nie gegeben.

Den Feuerwehren gilt seine Wertschätzung. Der Elbenauer Holger Goldschmidt (53) ist erfahrener Verwaltungsmensch.

Den Feuerwehren gilt seine Wertschätzung. Der Elbenauer Holger Goldschmidt (53) ist erfahrener Verwaltungsmensch.

Der Stil im Umgang mit den Bürgern, die teilweise Nicht-Wahrnehmung von Problemen, aber vor allem das Kommunikationsproblem während des Hochwassers haben Holger Goldschmidt bewegt, zu kandidieren. Der Mitarbeiter der Stadt Barby ist zwar FDP-Mitglied, geht aber als Einzelbewerber ins Rennen. Der 53-Jährige ist überzeugt vom „Barbyer Modell“, wo die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik konstruktiv sei. Seine besondere Wertschätzung gilt nicht erst seit dem Hochwasser den Feuerwehren. Kameraden hätten ihn ermuntert, anzutreten. „Ich will aber für alle Bürger da sein“, ist sein erklärtes Ziel.

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