Gemütliches Fantreffen für Cosplayer

Japanbegeisterte aus allen Regionen treffen sich  auf der Magdeburger Contaku

Seit über 30 Jahren versammeln sich Anime-, Manga- und Japaninteressierte auf Conventions. Auf diesen Fantreffen hat man nicht nur die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen oder sich zu verkleiden. Es wird außerdem ein buntes Programm geboten. Ob Workshops, Merchandise oder Kino: Für jeden Besucher ist etwas dabei. Da bildet auch die Magdeburger Contaku keine Ausnahme. Sie ist eine gemütliche kleine Convention von Fans für Fans. Mittlerweile strömen nicht nur Besucher aus der Region, sondern aus ganz Deutschland in den Moritzhof, um sich an dem vielseitigen Programm zu erfreuen. Natürlich gibt es unter ihnen auch Schönebecker Cosplayer.

Cosplayer dürfen auf Conventions nicht fehlen. Sie schlüpfen in Rollen aus japanischen Animes wie Inu Yasha (l.) oder Naruto.

Cosplay, kurz für „costume and play“, ist die Kunst, in einen fiktiven Charakter zu schlüpfen, indem man sich entsprechend verkleidet und das Verhalten des Charakters darstellt. Inspiration stammt nicht nur aus Animes, japanischen Zeichentrickserien, sondern auch aus Comics, Büchern oder Videospielen. Spätestens seit der Leipziger Buchmesse, die nebenher ihre bekannte Manga-Comic-Con veranstaltet, dürfte für so manchen Außenstehenden Cosplay ein Begriff sein.

Im August fand abermals die Magdeburger Convention statt. Auf der Bühne des Moritzhofes unterhielten Showgruppen die Besucher mit ihren selbst erdachten Programmen und kleinen Gesangseinlagen. Das Highlight bildete der Cosplay-Wettbewerb. Hier präsentierten Cosplayer ihre Kostüme, die sie in mühevoller Handarbeit erstellen. Zeitgleich teilten Workshop-Leiter ihr Wissen mit Besuchern. Wer ein eigenes Cosplay erstellen will, muss nämlich einiges beachten. Das fängt an mit den verschiedenen Materialien, die man verwenden muss, bis hin zum richtigen Posieren, um später gute Fotos zu schießen. Herstellen von Accessoires, die Wahl der Stoffe, das richtige Make-up: All das wurde in den Workshops der Contaku gezeigt. Aber auch über die japanische Kultur konnte etwas gelernt werden, wie z.B. über die Kunst des Kimono-Bindens.

Außerhalb des Programms hielten spannende Wettbewerbe und Spiele die Besucher bei Laune. Für Cosplayer wurde eine kostenlose Fotoecke zur Verfügung gestellt. Orte zum Entspannen gab es ebenso. Wem der Trubel im Hof oder in den Händlerzelten zu viel wurde, der konnte es sich auf der Wiese oder den Bänken draußen auf dem Moritzplatz gemütlich machen. Für Verköstigung sorgte neben Essensständen das Maid Café mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Ganz nach japanischer Tradition bedienten verkleidete Dienstmädchen und Butler die hungrigen Kunden.

Unterstützt wird die Contaku unter anderem vom Magdeburger Comic Kombinat, das jährlich als Händler dabei ist, und vom Kulturzentrum Moritzhof, das die Location zur Verfügung stellt. Auch außerhalb der Convention finden regelmäßig kleine Cosplay-Treffen in Magdeburg und Umgebung statt. Über ein eigenes in Schönebeck wurde bereits nachgedacht, ganz nach dem Vorbild der Hauptstadt. Denn Liebhaber japanischer Kultur gibt es überall.