Handwerker bündeln ihre Kräfte

1. Schönebecker Regionaltag „Jugend trifft Handwerk“ / Nachwuchsförderung erhält Priorität

(akb). Nachwuchsförderung – ein Arbeitsbereich, der vor allem für Handwerksbetriebe in den zurückliegenden Jahren zu einem immer wichtigeren Thema wird. Ausbildungsplätze bleiben oft unbesetzt, nicht wenige Betriebe mussten schon wegen fehlender neuer Arbeitskräfte schließen oder können Aufträge nicht mehr abarbeiten. Um diesem Problem entgegenzutreten, findet am Samstag, 18. Juni, der 1. Schönebecker Regionaltag unter dem Motto „Jugend trifft Handwerk“ statt. Ziel ist es, den Teilnehmern die Arbeit in handwerklichen Berufen und vor allem ihre Möglichkeiten in regionalen Betrieben näherzubringen.

Der 1. Schönebecker Regionaltag "Jugend trifft Handwerk" steht bevor. Die Veranstalter freuen sich drauf.

Der 1. Schönebecker Regionaltag “Jugend trifft Handwerk” steht bevor. Die Veranstalter freuen sich drauf.

„Entstanden ist die Idee bereits im vergangenen Jahr“, erzählt OB Knoblauch, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hat. Geplant war damals die Aufwertung der bereits etablierten Mittelstandsmesse durch die Beteiligung des Handwerks. Nachdem dieser Plan zunächst verworfen wurde, entwickelten die Handwerksobermeister ihn gemeinsam weiter und ein erstes Konzept für eine eigenständige Veranstaltung, ein Wettbewerb zwischen mehreren Schüler-Teams, die handwerkliche Projekte erarbeiten, entstand. Beteiligt war daran unter anderem auch die Teutloff Schulung und Schweißtechnische Bildung gGmbH, die sich bereits seit Jahren im Bereich Berufsorientierung engagiert und dabei mit verschiedenen Schulen zusammenarbeitet. Geschäftsführerin Gabriele Rotter Kiel blickt optimistisch auf die Premiere des Regionaltags: „Ich sage, das wird nicht nur ein Erfolg, das wird der Knaller.“ Schönebeck sei dabei, sich schön, jung und attraktiv zu machen. Die Jugend anzusprechen und mit dem Handwerk zusammenzuführen sei ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg, führte sie weiter aus.

Steffen Schultze, Geschäftsführer der Werkzeug Schultze GmbH, auf deren Gelände die Veranstaltung ausgerichtet wird, bezeichnete den Wettbewerb als eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Während die Handwerker die Möglichkeit hätten, Akquise zu betreiben und ihre offenen Ausbildungsplätze vorzustellen, sei es den Jugendlichen möglich, wichtige Infos für ihre berufliche Zukunft zu erlangen und durch ihre Teilnahme am Wettbewerb Geld für die Klassenkasse zu gewinnen. Dementsprechend groß war das Interesse der Schüler und Lehrer. Angemeldet sind nun neun verschiedene Schulen, von der Förderschule bis zur evangelischen Sekundarschule, die jeweils ein Team aus acht Schülern und zwei Coaches ins Rennen schicken. „Wir mussten auswählen, das ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Rotter Kiel in Bezug auf den Andrang bei der Anmeldung. Umso schöner wäre es, wenn der Regionaltag sich nach einem erfolgreichen Start im nächsten Jahr noch vergrößern könnte. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da. Wenn es am 18. Juni um 9 Uhr auf dem Gelände von Werkzeug Schultze losgeht, sind auch interessierte Zuschauer herzlich willkommen. Die Teams präsentieren unter anderem eine selbstgebaute Sonnenuhr. Der Sieger wird nach Abschluss der Arbeiten von einer neutralen Jury ausgewählt.