Hartplatz soll für Kunstrasen weichen

Innenminister auf Sommertour: Holger Stahlknecht sichert SSV Unterstützung zu

Hart und steinig ist er. Derzeit auch mit ein paar Pfützen belegt. Darauf Fußball zu spielen: kein Vergnügen. Blessuren sind da vorprogrammiert. Der Schönebecker Sportverein möchte den alten Hartplatz gegen einen neuen Kunstrasenplatz austauschen. Das Konzept ist bereits fertig. Präsident Frank Rüchardt hofft auf Fördermittel vom Land. Gestern stellte er das Vorhaben Innenminister Holger Stahlknecht vor. Und dieser zeigte sich durchaus angetan.

Auf dem Hartplatz macht Fußball spielen keinen Spaß. Er soll für einen Kunstrasenplatz weichen.

Auf dem Hartplatz macht Fußball spielen keinen Spaß. Er soll für einen Kunstrasenplatz weichen.

“Das unterstützen wir doch.” Holger Stahlknecht erinnert sich noch an Zeiten, als er selbst auf einem Hartplatz Fußball gespielt hat. Das ist längst nicht mehr zeitgemäß, weiß der Innenminister. Das Vorhaben des Schönebecker Sportvereins, an gleicher Stelle einen Kunstrasenplatz zu errichten, befürwortet er. Rund 600.000 Euro würde die Umsetzung kosten, rund 30 Prozent könnten mit Landesmitteln abgedeckt werden. Bleibt ein nicht zu unterschätzender Eigenanteil des Vereins. Dafür sollen Sponsoren aus der Wirtschaft und private Spender gefunden werden. Keine leichte Aufgabe, aber auch keine unlösbare. Frühestens 2017 könnte der Platz gebaut werden, so Rüchardt. Eher seien keine Fördermittel mehr verfügbar.

SSV-Präsident Frank Rüchardt schenkte Holger Stahlknecht einen SSV-Schal und dessen Sohn Maximilian einen von Peter Ducke signierten Ball.

SSV-Präsident Frank Rüchardt schenkte Holger Stahlknecht einen SSV-Schal und dessen Sohn Maximilian einen von Peter Ducke signierten Ball.

Die Anlage des SSV war eine der Stationen von Stahlknecht, der sich auf Sommertour befindet. Der Innenminister zeigte sich dabei von der Kegelbahn beeindruckt, die 2006 für rund eine Million Euro entstand. Und erfuhr auch von den erneuten Annäherungen mit dem SSC. Am 29. Oktober soll die zweite Abstimmung zu der geplanten Fusion der beiden größten Schönebecker Vereine stattfinden. Den Kunstrasenplatz würde Rüchardt dann gern als “Brautgeschenk” mit in die “Ehe” einbringen.