Im Zwiegespräch mit Farben und Formen

Vernissage mit einem Querschnitt des Schaffens von Eberhard Frank im Atrium der Stadtwerke

Er sah das Besondere im Alltäglichen, durchstreifte die Welt mit einem anderen, seinem ganz eigenen Blick. Er fokussierte sich voller Hingabe auf den Augenblick, den Moment. Denn er war ein sehr feinfühliger, empfindsamer Mensch. Wenn er zu Pinsel und Farbe griff, entstand aber mehr als eine Momentaufnahme. Dann entstanden einzigartige Werke, die sich dem Betrachter nicht immer auf den ersten Blick offenbarten. Die Räume für eigene Interpretationen ließen. Eberhard Frank war eben ein Meister „im Zwiegespräch mit Farben und Formen“. Und so trägt die Ausstellung, die am 23. Januar anlässlich seines ersten Todestages im Atrium des Stadtwerkehauses eröffnet wurde, auch zu Recht diesen Namen.

Salzperle-Vernissage1Mit ihm habe die Stadt einen Künstler verloren, dessen „Verlust wir heute noch schmerzlich beklagen“, wie Dezernentin Gisela Schröder in ihrer Laudatio betonte. Ein repräsentativer Ausschnitt des Schaffens von Eberhard Frank ist noch bis 11. März im Stadtwerkehaus zu sehen. Neben Bildern gehören auch Kleinplastiken dazu.

Bevor die zahlreich erschienenen Besucher sein Lebenswerk auf sich wirken lassen konnten, kamen sie in einen anderen Salzperle-Vernissage2Genuss – einen musikalischen. Pianist Jerzy Bojanowski und Sopranistin Dörte Bernhagen-Lill entführten ihr Publikum mit ihren drei Stücken in unterschiedliche Epochen. Als sie zum Abschluss Udo Jürgens‘ „Ich würd es wieder tun“ zu Gehör brachten, dachte so mancher Wegbegleiter Franks wohl auch genau das. Er würde es wieder tun. Wieder durch die Welt streifen und zu Pinsel und Farbe greifen …