„Kinder von der Straße holen und mobilisieren“

SSC-Projekt „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ zieht immer mehr Kids an

Es geht um Fairness, um Teamplay, um Toleranz. „Die Grundidee ist, Kinder von der Straße zu holen und für Sport zu mobilisieren.“ Doreena Lorenz brennt für das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenzen fördern“, an dem sich der Schönebecker Sportclub (SSC) seit 2009 beteiligt.

Bei Sport und Spiel spielen gesellschaftliche Unterschiede keine Rolle. Dem SSC gelingt es mit seinem Projekt, Kinder von der Straße zu holen.

Bei Sport und Spiel spielen gesellschaftliche Unterschiede keine Rolle. Dem SSC gelingt es mit seinem Projekt, Kinder von der Straße zu holen.

Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Fairplay ohne Grenzen.“ Alle zwei Wochen samstags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr können Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren in den Sportpark kommen, um gemeinsam sportlich aktiv zu sein. Sie erlernen unter fachlicher Anleitung Tennis spielen, können Fußball, Tischtennis, Hockey, Basketball und Badminton üben. Und das alles kostenfrei.

„Im Schnitt kommen um die 25 Kinder“, sagt Doreena Lorenz. Bisweilen sind es aber schon mal an die 70. Vor allem dann, wenn ein Turnier ansteht. Der Sport sei ein probates Mittel, Toleranz und demokratisches Denken zu erlernen. Beim gemeinsamen Sporteln spielt es keine Rolle, woher die Kinder kommen und in welchen sozialen Brennpunkten sie leben. Die meisten vonihne n können es sich nicht leisten, in einem Sportverein aktiv zu sein. Hier setzt das Angebot des SSC an. Sie erleben gemeinsam, wie sich durch das Verlassen ihrer alltäglichen Umgebung im Spiel und auch im Wettbewerb miteinander Akzeptanz und Freundschaftentw ickelt.

Frank Wedekind, Vorsitzender des Schönebecker Sportvereins.

Frank Wedekind, Vorsitzender des Schönebecker Sportvereins.

Gerade in den Mannschaftssportarten werden Außenseiter und Alleingänger sehr gut integriert. „Durch die Förderung von sportlichen Aktivitäten kann nicht nur ein gesundheitsfördernder Beitrag geleistet werden, sondern es wird negativen Tendenzen zur Gewaltbereitschaft, zu Drogen- und Alkoholmissbrauch und Kriminalität entgegengewirkt“, sagt die Projektleiterin. Den Kindern werden durch den aktiven und betreuten Sport Werte wie Teamgeist, Ehrgeiz, Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit vermittelt, „die wesentlichen Einfluss auf ihre weitere Entwicklung haben können.“

Die Förderung durch das Bundesministerium ist eine Anschubfinanzierung. Doreena Lorenz und Mitstreiter konnten über die Jahre einige Förderer und Sponsoren gewinnen. Auch sie haben dazu beigetragen, dass das Projekt zu einem festen Bestandteil in der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Schönebeck gereift ist. Mit jedem Kind und Jugendlichen, die von der Straße geholt wurden und die sich in der Freizeit sinnvoll beschäftigen, hatdas Tea m eine Etappe