Kultureller Anspruch trifft politisches Engagement

Theater Magdeburg gibt Ausblick auf die kommende Spielzeit

(akb). Gestern Vormittag begrüßten Karen Stone, Generalintendantin des Theaters Magdeburg, Theaterpädagoge Matthias Brandt, Ballettdirektor Gonzalo Galguera, Schauspieldirektorin Cornelia Crombholz und Verwaltungsdirektor Marc Stefan Sickel Pressevertreter und Interessierte zur Jahrespressekonferenz, um einen Ausblick auf die Saison 2016/17 zu geben. 

Karen Stone, Generalintendantin des Theaters Magdeburg.

Karen Stone, Generalintendantin des Theaters Magdeburg.

„Wir sind schon jetzt stolz auf die neue Spielzeit“, sagte Stone, eröffnete die Pressekonferenz jedoch zunächst mit einem Rückblick auf die vorherige Saison. Diese sei von vielen Premieren geprägt gewesen, die regen Zuspruch von Seiten der Zuschauer erfuhren. Mit internationalen Kooperationen, zum Beispiel mit Spielstätten in den Niederlanden, habe man einen großen Schritt auf dem Weg Richtung Kulturhauptstadt Magdeburg machen können. An diese Erfolge will man nun anknüpfen, z.B. mit Charles Gounods Oper „Faust“ und Giacomo Puccinis „Tosca“ (inszeniert von Karen Stone in Zusammenarbeit mit Ulrich Schulz), die beide im Herbst 2016 Premiere feiern. Außerdem steht mit dem „Politischen Salon“ eine neue Reihe in den Startlöchern, die als Reaktion auf die Ergebnisse der Landtagswahlen fungieren und Raum für Austausch und Diskussionen bieten soll. Als Gastgeberin konnte Vera Wolfskämpf vom MDR gewonnen werden. Man hoffe auf eine spannende Runde, so Stone.
Ballettdirektor Galguera freut sich besonders darauf, den Zuschauern in der kommenden Spielzeit erneut facettenreiches Ballett präsentieren zu können. Auf dem Programm stehen unter anderem die Premieren von Literaturballetten wie Goethes  „Wahlverwandtschaften“ oder Abenteuerballetten wie „Le Corsaire“, aber auch die Wiederaufnahme der bewährten Inszenierungen „Dornröschen“ und „Der Nussknacker“. Des Weiteren wird es für Kinder und Jugendliche sowie Eltern und Lehrer erneut ein umfangreiches theaterpädagogisches Angebot, Mitmachopern und Kinderkonzerte geben. Mit „Der Zauberer von Oz“ stünde ein Musical für die ganze Familie im Spielplan, berichtete Theaterpädagoge Brandt. Abschließend nannte Cornelia Crombholz noch die Themen, die der Bereich Schauspiel in den Mittelpunkt stellen wird: Macht, Machtgefüge, Wege zur Macht, Machtmissbrauch und Ohnmacht. Etymologisch betrachtet könne man das Wort Satire als eine mit Früchten gefüllte Schale übersetzen, und das sei die neue Spielzeit am Schauspielhaus auch.