Mehr Akzeptanz für Alternativmedizin

Globuli und Co.: Einzelne Kassen gehen neue Wege

(djd/pt). In der Homöopathie werden spezielle Wirkstoffe eingesetzt, die bei gesunden Menschen ähnliche Symptome auslösen wie die, an denen Erkrankte leiden. Grob gesagt soll Ähnliches mit Ähnlichem behandelt werden, um die körpereigene Abwehr zu kräftigen und zu aktivieren.

Mehr Akzeptanz für Alternative Medizin

Mehr Akzeptanz für Alternative Medizin

Für homöopathische Arzneimittel kommen fast nur natürliche Stoffe zum Einsatz, die besonders aufbereitet und nach bestimmten Mischverhältnissen verdünnt werden. Die Mittel gibt es vor allem als Tropfen oder Globuli. Bis vor kurzem wurden sie von den Kassen zumindest bei Erwachsenen nicht übernommen – inzwischen hat allerdings ein Umdenken eingesetzt. Neue Wege in Sachen Alternativmedizin geht beispielsweise die hkk, die vor allem in Norddeutschland insgesamt 360.000 Versicherte betreut.

Die Kasse beteiligt sich seit Anfang des Jahres an den Kosten für bestimmte Naturheilverfahren. Erstattet werden 50 Prozent der eingereichten Rechnungen – bis zu einer jährlichen Höchstgrenze von 100 Euro. Für Prof. Dr. Gerd Glaeske, Pharmazeut und Experte für Arzneimittelforschung am Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen, macht die von einigen Kassen unterstützte Annäherung von Schul- und Alternativmedizin immer dann Sinn, wenn die alternativen Heilmethoden ihre Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien erwiesen haben. Beliebt seien diese Verfahren, die oftmals einen traditionellen Ursprung hätten, bei rund 70 Prozent der Bundesbürger.

Ein Beispiel dafür sei die Phytotherapie, also die Behandlung mit pflanzlichen Mitteln. „Seit Urzeiten werden Pflanzen oder deren Bestandteile medizinisch verwendet. Schon in der Klostermedizin des Mittelalters kamen bei gesundheitlichen Störungen oder Krankheiten pflanzliche Mittel zum Einsatz, die sich mit den heutigen Kenntnissen noch gut vereinbaren lassen”, so Glaeske. Für einige pflanzliche Mittel lägen inzwischen Studien vor, die eine therapeutische Wirksamkeit gezeigt hätten. Dies gelte etwa für Mittel mit Extrakten aus Johanniskraut bei leichten bis mittelschweren Depressionen und bei Präparaten aus Efeu oder Myrtenöl bei Bronchitis.

Pflegevorsorge mit einer starken Kombi

(djd). Demenz entwickelt sich zur Volkskrankheit. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft erkranken pro Jahr fast 300.000 Menschen. Ein Mittel zur Heilung ist bis jetzt nicht in Sicht. Aufgrund des dramatischen demografischen Wandels erwarten Experten bis 2050 einen Anstieg auf drei Millionen Patienten.

Die Politik will die private Pflegevorsorge mit einer neuen Pflegezusatzversicherung ankurbeln. Beim „Pflege-Bahr” müssen Versicherte einen Beitrag von mindestens zehn Euro monatlich selbst leisten, der Staat gibt 5 Euro Zuschuss pro Monat dazu. Philipp Vogel, Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG: „Der Pflege-Bahr ist als Anreiz zu verstehen. Eine ausreichende Pflegevorsorge – speziell auch für den Demenzfall – ist aber nur durch die Kombination mit einem ungeförderten Ergänzungstarif möglich.”

Entspannen mit Autogenem Training

Hektik, Stress, Leistungsdruck … Die ständig wachsenden Anforderungen im Arbeitsalltag lassen kaum Zeit für Erholung. Das harmonische Wechselspiel zwischen Auf- und Abbau der Kräfte wird immer wieder gestört. Um die empfindliche Harmonie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann Autogenes Training (AT) helfen.

Die Entspannungsmethode, die auf Selbstbeeinflussung aufbaut, kann auch helfen, von anderen gesundheitlichen Störungen zu befreien. Und: Da AT zu den anerkannten Entspannungsverfahren zählt, werden Kurse bis zu 100 Prozent von den Krankenkassen gefördert. Entspannungstrainerin Birgit Wiesner bietet Autogenes Training in der Praxis von Heilpraktikerin Monika Werner in Schönebeck an.

Wer Entspannung lernen möchte, kann sich unter Tel. 03928 81981 melden.