Nicht mehr länger ein Tabuthema

Große Resonanz beim 1. Schönebecker Demenzforum im Haus Luise

„Es war ein Tabuthema in der Gesellschaft.“ Doch die Situation hat sich geändert. Mehr und mehr rückt das Thema Demenz in den Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Diskussionen. 

Niemand ist vor der tückischen Krankheit gefeit, Demenz kann jeden treffen. Die Resonanz beim 1. Schönebecker Demenzforum Ende Januar im Haus Luise war dementsprechend groß.

Niemand ist vor der tückischen Krankheit gefeit, Demenz kann jeden treffen. Die Resonanz beim 1. Schönebecker Demenzforum Ende Januar im Haus Luise war dementsprechend groß.

Auch, weil es immer mehr Betroffene gibt. Dipl.-Med. Sigrid Waurich, Chefärztin der Geriatrie im AWO Krankenhaus in Calbe, sprach beim 1. Schönebecker Demenzforum Ende Januar im Haus Luise über das Leben mit Demenz. Darüber, wie es ein besseres Leben wird. Die Resonanz war beeindruckend. Die Akteure vom Demenz Netzwerk Schönebeck konnten nicht nur zahlreiche Partner, sondern viele Interessierte aus der Bevölkerung begrüßen.

Das zeigte auch die Bedeutung auf, die die schleichende Krankheit hat. „Ich sehe dieses Forum als Auftakt“, meinte Britta Duschek. Die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Salzland – Region Schönebeck, unter deren Dach das Netzwerk agiert, sieht großen Bedarf an weiteren Foren rund um das Thema Demenz. Inzwischen haben weitere Kooperationspartner den Weg zum Demenz Netzwerk gefunden, wollen sich mit ihren Kompetenzen einbringen.

Alle Akteure im Netzwerk sind gleichberechtigt und verfolgen gemeinsame Ziele. Über diese sprach Gabriela Schultz, die das Koordinationsbüro leitet. Es geht um Informationsaustausch, um Vernetzung von Beratungs- und Hilfsangeboten. Aber auch darum, die Situation pflegender Angehöriger und Betroffener nachhaltig zu verbessern sowie die ambulante Versorgung Demenzkranker so lange wie möglich in der häuslichen Umgebung sicherzustellen.

Darüber hinaus sollen bestehende Angebote gebündelt und optimiert werden. Nicht zuletzt soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden, um Vorurteilen entgegenzuwirken. Ein Tabuthema darf Demenz nie wieder werden.