Wo Funken flogen und der Badezuber anzog

Familiäre Atmosphäre und mittelalterliches Flair beim Pfännerfest kamen an

Er nennt sich Funkenregen. Der Name ist Programm, wenn Ian Spandau gegen seine Fackel pustet. Der Hobby-Feuerspucker hat sich die heiße Kunst selbst beigebracht. Es ist erst einen Monat her, dass er damit begonnen hat. In der Dämmerung des Pfännerfestes auf dem Salzelmener Marktplatz war er Anfang Mai eine der Attraktionen.

Ian Spandau spuckte als „Funkenregen“ Feuer in den Abendhimmel.

Ian Spandau spuckte als „Funkenregen“ Feuer in den Abendhimmel.

Warmer Nachschub ist wichtig. Bader Frank hatte alles im Griff.

Warmer Nachschub ist wichtig. Bader Frank hatte alles im Griff.

Zur Musik von Lennocks Live genossen die Besucher kühle Getränke.

Zur Musik von Lennocks Live genossen die Besucher kühle Getränke.

Schmalzstullen wurden von Vereinsmitgliedern frisch geschmiert.

Schmalzstullen wurden von Vereinsmitgliedern frisch geschmiert.

Der 17-Jährige, seit kurzem Mitglied im Förderverein des Salzlandmuseums, genoss die Aufmerksamkeit des feiernden Volkes. Während er mit dem Feuer spielte, genossen die Besucher deftige Schmalzstullen und kühle Getränke. Sie applaudierten der Band „Lennocks Live“, die auf der Bühne musikalisch Gas gab oder schauten schon einmal in den Badezuber, den Bader Frank immer wieder mit heißem Wasser füllte. Der eine oder andere traute sich dann in historischem Badegewand in den großen Holztrog.

Bei Weintrauben und einem leckeren Tropfen ließ es sich aushalten. Schon tagsüber tummelten sich Gaukler und Spielleute auf dem Areal vor dem Salzlandmuseum. Eine Hexe erzählte den Kindern gruselige Geschichten, ein Jongleur brachte ihnen seine Kunst bei. Außerdem konnten die Kids mit Stelzen laufen und alte Brettspiele ausprobieren.

Die familiäre Atmosphäre kam bestens an. „Wir sind zufrieden“, resümierte Museumsleiterin Petra Koch.