„Redebedarf ist groß“

Tag der offenen Tür bei der AWO Suchtberatung

(lp). „Der Redebedarf ist extrem groß“, sagt Stefanie Fiedler. Sie ist zuständig für die Suchtprävention bei der AWO Suchtberatungsstelle in Schönebeck. Hierbei spricht sie nicht nur die Besucher beim Tag der offenen Tür der Suchtberatungsstelle an, die sich einfach einmal so informieren wollen und sich in der lockeren Atmosphäre austauschen.

Die Mitarbeiter der AWO Suchtberatungsstelle: Leiter Bernd Müsing, die Mitarbeiterinnen Katrin Bock, Stefanie Fiedler und Doris Bastian (v.l.).

Die Mitarbeiter der AWO Suchtberatungsstelle: Leiter Bernd Müsing, die Mitarbeiterinnen Katrin Bock, Stefanie Fiedler und Doris Bastian (v.l.).

Sie meint vor allem den großen Redebedarf der Angehörigen der Suchtkranken. Denen war insbesondere der 21. Tag der offenen Tür Ende Juni gewidmet. So kamen nicht nur Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt in der Einrichtung zusammen, sondern auch Kollegen aus anderen Suchtberatungs- und Präventionsstellen, Vertreter des Landkreises, sowie Betroffene, sonstige Interessierte und eben auch Angehörige.

Bernd Müsing, Leiter der AWO Suchtberatungsstelle, ist sich über die Bedeutung bewusst. „Es ist ein Tag der Begegnung. Wir haben verschiedene Selbsthilfe- und Motivationsgruppen hier, die sich sonst zu unterschiedlichen Zeiten treffen. Heute können sie sich auch einmal untereinander austauschen.“ Denn er weiß, dass die einzelnen Gruppen sich fast nie sehen. Die gemeinsame Betroffenheit liefere aber eine gute Grundlage, einmal über die gewohnten Strukturen hinaus zu blicken.

Es sei das Ziel dieser Veranstaltung, die immer um den Weltdrogentag stattfindet, das „unangenehme Thema Sucht in den Fokus zu rücken.“ Dass nicht nur das Reden über die eigenen Probleme bei einer Therapie wichtig ist, zeigte die Probestunde Klangmassage. Auch Entspannungsmethoden helfen, sich zu konzentrieren und an etwas anderes als an die eigene Sucht oder die eines Angehörigen zu denken.