Restauranttest Los Gauchos in Schönebeck

Hammer-Steak und Ponderosa-Feeling

Restauranttest im Los Gauchos: Warren Green fehlen die Worte
Engländer sind vieles, aber bekanntlich keine Gourmets. Zumindest haben sie selten eine Ahnung von guter Küche. Einer ist anders. „Ich esse gern, gut und viel“, sagt Warren Green. Der radio-SAW-Moderator ist für die Salzperle als Restauranttester unterwegs. Heute gönnt er sich ein saftiges Rumpsteak im Los Gauchos.

Hammer-Steak und Ponderosa-Feeling Restauranttest im Los Gauchos: Warren Green fehlen die Worte

Hammer-Steak und Ponderosa-Feeling
Restauranttest im Los Gauchos: Warren Green fehlen die Worte

„Das Wichtigste beim Steak ist, dass man es bekommt, wie man es bestellt.“ Warren Green sitzt erwartungsfroh im Steakhouse Los Gauchos. Und wie sollte es für den Engländer gebraten sein? Die Vermutung liegt nahe. Doch der Radio-Moderator mag es nicht „englisch“, sondern „medium plus.“ Restaurant-Inhaber Bhupinder Singh nimmt die Bestellung höchstselbst entgegen. Der persönliche Kontakt mit seinen Gästen ist dem Inder mit dem Faible für südamerikanische Küche wichtig. Er nimmt sich Zeit, ist zuvorkommend und herzlich. In seinem stilvoll und dennoch argentinisch-rustikal eingerichteten Restaurant bekommt unser Tester gleich das „Ponderosa-Feeling“. Das hätte er nicht vermutet, als er durch das Stadtpark-Tor auf das große Areal gefahren ist. Doch schon als er das Steakhouse betritt, bekommt er den Geist der südamerikanischen Cowboys zu spüren, den Geist der Gauchos. Einrichtung, Dekoration, spanische Musik, Speisekarte: Hier ist alles harmonisch abgestimmt, ohne übertrieben zu wirken.

Los Gauchos Schönebeck

Los Gauchos Schönebeck

Während sein Steak zubereitet wird, bedient sich Warren Green an der Salatbar. Kidney-Bohnen, Mais, knackiger Salat: Auch hier erinnert alles an das ferne Südamerika. „Ich mag es, wenn ich mir meinen Salat selbst zusammenstellen kann“, freut er sich. Dazu gibt es frisches Brot mit Paprikapesto. Lecker. Am Tisch hinter ihm serviert Singh währenddessen die ersten Steaks und brutzelndes Gemüse in Pfännchen. „Bei dem Duft läuft mir das Wasser im Mund zusammen“, gesteht der Engländer. Als wenig später der Teller mit seinem 300-Gramm-Rumpsteak vor ihm steht, leuchten seine Augen.

 

 

Tortilla-Brot mit dreierlei Dip: Eine Vorspeise, die Vorfreude macht.

Tortilla-Brot mit dreierlei Dip: Eine Vorspeise, die Vorfreude macht.

Er schneidet es an und schiebt sich den ersten Bissen genussvoll in den Mund. Der Mann, der sonst selten um einen Spruch verlegen ist, scheint sprachlos. „Hammer!“ Mehr fällt dem Englishman nicht ein. Rosa, aber nicht blutig liegt das auf den Punkt gebratene Fleisch vor ihm. Genauso, wie er es bestellt hat. Der passionierte Fleischfan lässt sich nun nicht mehr stören, genießt einfach. „Wir Engländer können zwar nicht kochen.

 

Restaurant-Chef Bhupinder Singh mit seiner Tochter neben Warren Green.

Restaurant-Chef Bhupinder Singh mit seiner Tochter neben Warren Green.

Das heißt aber nicht, dass wir keine Ahnung von gutem Essen haben“, sagt er im Anschluss augenzwinkernd. Gleichwohl: Wer das englische Frühstück kennt, glaubt eigentlich, dass die Bewohner der Insel so ziemlich alles essen. Warren Green indes traut sich nicht an Wildspezialitäten wie Strauß, Krokodil oder Känguru heran. Zu verführerisch ist das klassische argentinische Rindersteak. Wenn ihn seine Eltern in wenigen Wochen besuchen kommen, will er auf jeden Fall im Los Gauchos mit ihnen essen gehen. Denn alle Engländer lieben Steaks.

 

 

 

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