Die Elbestadt als Wirtschaftsstandort

OB Bert Knoblauch empfing Fritz Allendorff

Zurück zu den Wurzeln seiner Familie: Ende August besuchte der in Schweden lebende Export-Consult Friedrich Anders „Fritz“ Allendorff, Enkel von Otto Allendorff und Sohn von Corinna Allendorff, Schönebeck, die Heimatstadt seiner Vorfahren.

OB Bert Knoblauch (l.) empfing Fritz Allendorff (r.) am Rathaus.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Bert Knoblauch blickte der Nachfahre der Schönebecker Unternehmerfamilie auf die Entwicklung der Elbestadt zurück. Dabei unterhielten sie sich über das unternehmerische und soziale Wirken der Familie Allendorff, über die historische und vor allem wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt und über ihre kulturelles und touristisches Potenzial. Es handelte sich sozusagen um ein Gespräch zwischen Amtsbrüdern. Denn neben seiner beruflichen Tätigkeit als Unternehmensberater ist Fritz Allendorff außerdem ehrenamtlicher Bürgermeister der kleinen schwedischen Gemeinde Unnaryd, nordöstlich von Halmstad.

Die Allendorffs haben zahlreiche Unternehmen in Schönebeck gegründet und erfolgreich geführt. Dazu zählen eine Sprengstoff- und Patronenfabrik, eine Zementfabrik, eine Dampfziegelei, eine Zichorien-Darre und Zuckerfabriken. Im 19. Jahrhundert etablierten sie in Schönebeck eine der größten Brauereien der damaligen Provinz Sachsen, bis sie 1946 als Kaiserbrauerei in Volkseigentum überführt wurde und noch bis 1990 Klaus-Bräu braute. Nebenbei zeigten die Allendorffs auch großes soziales Engagement: Mit den von ihnen ins Leben gerufenen Stiftungen finanzierten sie einen der ersten Kindergärten Deutschlands, errichteten Waisenhäuser und gründeten die Kaiserin-Augusta-Heilanstalt.

Während seines Aufenthalts in Schönebeck besuchte Fritz Allendorff bereits das historische Familiengrabmahl seiner Vorfahren in der Söker Straße, den Kurbereich und gemeinsam mit Christian Jakob den Hummelberg. Dieser gewann Allendorff als Mitglied des Fördervereins für den Erhalt der Sternwarte. Rein zufällig befinden sich in der Nähe noch die Katakomben des ehemaligen Bierkellers der Brauerei.