Saunacheck im Solequell

Testerin Nadine Schwerin (37) genießt die Auszeit

„Ich könnte den ganzen Tag hier verbringen.“ Nadine Schwerin legt sich entspannt zurück. Den ersten Gang in der wohltemperierten, aber nicht zu heißen Kräutersauna hat sie gerade hinter sich gebracht – anschließend natürlich mit eiskalter Dusche.

Jetzt gönnt sie sich in einer der Ruhezonen eine Pause. Die 37-Jährige ist schon fast ein Saunaprofi. Im Solequell war sie indes noch nie. Und ist umso überraschter, wie weitläufig und ruhig der Saunabereich ist. Obwohl an diesem Abend viele Schwitzgäste da sind, kommt keine Hektik auf. Im Gegenteil. Hier kann Nadine Schwerin völlig abschalten. Das sei ja auch das Ziel eines jeden Saunabesuches, erzählt sie. „Alles Negative, allen Stress gebe ich zusammen mit den Klamotten am Empfang ab.“

Im Solequell in Bad Salzelmen ist ihr das sehr leicht gefallen. Die Zahntechnikerin testet für die Salzperle die acht Schwitzkästen. „Hier kann ich direkt auf Entspannung umschalten“, meint sie. Und genau das ist auch einer der zahlreichen Vorzüge, die das Saunabaden für die Gesundheit mit sich bringt.

Badbetriebsleiterin Micaela Neuenfeld ist bestens präpariert. Der nächste Spezial-Aufguss in der Blockbohlensauna kann kommen.

(+) Badbetriebsleiterin Micaela Neuenfeld ist bestens präpariert. Der nächste Spezial-Aufguss in der Blockbohlensauna kann kommen.

Badbetriebsleiterin Micaela Neuenfeld kennt aber noch etliche weitere.

Das Wechselspiel von Hitze, Kälte und Ruhe stärke die Abwehrkräfte, Erkältungen kann so vorgebeugt werden. Auch der Stoffwechsel werde angeregt, die Poren öffnen sich, der Körper könne entschlacken. Auch Muskelverhärtungen können sich durch das heißkalte Ritual lösen. An all diese gesunden Wirkungen denkt unsere Saunatesterin nur im Unterbewusstsein. Sie genießt die wohlige Wärme im Steinbad, spaziert im Brechelbad über die Tannenzweige und atmet im Kraxenofen ganz tief ein. Als regelmäßige Saunagängerin sind ihr die ganz heißen Schwitzkästen aber am liebsten. In der 90 Grad heißen Finnischen Sauna – dem Klassiker schlechthin – läuft der Schweiß ordentlich.

Als dann Aufgusszeit in der Blockbohlensauna ist, kommt sie richtig ins Schwärmen. „Ich mag es, wenn einem in der Sauna noch etwas geboten wird.“ Damit meint sie die Zeremonie mit dem Aufgießen und Wedeln. An diesem Abend gibt es erst eine Tutti-Frutti-Mischung und beim dritten Durchgang sogar eine belebende mit Knoblauch. Die fruchtig-heiße Luft macht Nadine Schwerin gar nichts aus. Wer Kreislaufprobleme hat, sollte aber zunächst die nicht ganz so warmen Varianten ausprobieren, rät Micaela Neuenfeld. „Der Körper muss sich erst daran gewöhnen“, weiß die Expertin. Sich Zeit zu nehmen sei auch ganz wichtig. Und regelmäßige Besuche.

Studien haben gezeigt, dass Saunagänger seltener krank sind und einen Infekt schneller überstehen. Aber egal ob im feuchten Dampfbad oder der trocken-heißen Blockbohlensauna: Erst durch die kalten Anwendungen im Anschluss entfaltet sich die ganze Wirkung des Schweißtreibens. Unsere Testerin probiert mehrere Möglichkeiten aus. Das Abdampfen an der frischen Luft kühlt sie nicht nur äußerlich, sondern auch ihre Lungen. Das minus 12 Grad kalte Schneeparadies verschafft ihr einen richtigen „Frischekick“, kalte Güsse und Schwallduschen machen sie munter, der Kreislauf wird stabilisiert. Die Ruhepausen fallen am Testabend kürzer aus. Normalerweise sollten sie mindestens genauso lang sein wie die Saunagänge, empfiehlt die Badbetriebsleiterin. Die Erholungsphase ist wichtig, um Kraft zu sammeln. Auch vor, während und nach dem Saunieren gibt es Spiel regeln. Mit vollem Magen sollte man nicht mit dem Ritual be ginnen. Das Duschen direkt vor dem ersten Saunagang ist Pflicht. In der Sauna selbst ist es egal, ob man liegt oder sitzt. Wichtig sei nur, sich kurz vor dem Verlassen aufrecht hinzusetzen, um den Kreislauf zu stabilisieren. In den Ruhepausen empfiehlt Micaela Neuenfeld, Wasser oder isotonische Getränke zu sich zu nehmen, um den Flüssigkeitsverlust wett zu machen.

Unsere Testerin entscheidet sich für einen frisch gepressten Orangensaft in der Bar. „Das ist Wellness von innen.“ Auch hier ist es gemütlich und ruhig. Der Service stimmt. „Im ganzen Haus“, hat sie festgestellt. Denn schon am Einlass ist sie von Physiotherapeut Kevin Saust sehr freundlich empfangen worden. Er hat das Programm erklärt, Wege gezeigt.

„Wirklich toll“, sagt Nadine. Ihr Gesamtfazit fällt durchweg positiv aus. Vom Ambiente bis zur Vielfalt: „Hier stimmt alles, ich komme wieder.“

8 Saunen im Test

In unseren kleinen Sauna-Check-Karten haben wir folgende Parameter für Sie zusammengetragen:

  • Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit,
  • die Wirkung der Anwendung
  • empfohlende Aufenthaltsdauer
  • und das Fazit unserer Testerin Nadine
Soledampfbad
Finnische Sauna
Blockbohlensauna
Steinbad
Brechelbad
Kräutersauna
Dampfbad
Kraxenofen

 

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