Startschuss nach jahrelanger Planung

Erster Spatenstich für die neue Schnittstelle Süd

Das lange Warten ist vorbei. Nach gut sechs Jahren der Planung konnte heute Mittag der erste Spatenstich für die neue Schnittstelle Süd gesetzt werden. In gut einem Jahr soll die Verknüpfung zwischen Bahn und Bus fertiggestellt sein. 

Staatssekretär Gunnar Schellenberger, OB Bert Knoblauch, Verkehrsminister Thomas Webel und Katrin Pfeiffer vom Salzlandkreis sorgten für den ersten Spatenstich.

Staatssekretär Gunnar Schellenberger, OB Bert Knoblauch, Verkehrsminister Thomas Webel und Katrin Pfeiffer vom Salzlandkreis sorgten für den ersten Spatenstich.

“Endlich!” Oberbürgermeister Bert Knoblauch freute sich sichtlich, dass es nach nicht immer einfachen Planungen und Verhandlungen gelungen ist, die für den Bereich der Stadt so wichtigen Knotenpunkt bauen zu können. Die Gemeinschaftsmaßnahme des Landes Sachsen-Anhalt, des Salzlandkreises und der Stadt Schönebeck kostet rund 880.000 Euro. Den Löwenanteil, rund 618.000 Euro, trägt das Land/die NASA. Den Rest teilen sich Stadt und Kreis. Gerade zu den Stoßzeiten – wenn die Schule beginnt und endet – ist das Verkehrsaufkommen doch enorm. Fußgänger, die zum Bus oder zur Bahn möchten, Radfahrer und Autofahrer finden hier derzeit eher chaotische denn geordnete Zustände. Das soll sich mit dem Neubau der Schnittstelle zwischen Gymnasium und Lerchenfeld-Grundschule ändern. Das seit Jahren leer stehende Gebäude der ehemaligen Kreismusikschule muss dafür weichen. Der Abrissbagger ist bereits vor Ort. Auf dem Areal wird eine Park+Ride-Anlage geschaffen.

Außerdem entstehen eine Buswendeschleife und zwei Bushaltestellen, drei Kiss+Ride-Parkplätze, ein Behindertenstellplatz sowie in unmittelbarer Nähe zum Bahnsteig 1 eine überdachte Bike-Ride-Anlage für 10 Fahrräder. Aus dem derzeitigen Trampelpfad zur S-Bahn wird ein barrierefreier Zugang.

Am Ende der Moskauer Straße entsteht die neue Schnittstelle.

Am Ende der Moskauer Straße entsteht die neue Schnittstelle.

Verkehrsminister Thomas Webel betonte, wie wichtig die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs im dünn besiedelten Raum sei. Er wünscht sich spätestens mit Fertigstellung noch mehr Nutzer der S-Bahn. Derzeit nutzen täglich rund 350 Fahrgäste die Bahn, wie NASA-Geschäftsführer Rüdiger Malter erklärte. Er machte auch jungen Leuten Lust, in die Bahn zu steigen. Schon bald wird dort WLAN verfügbar sein.