Stolpersteine gegen das Vergessen

Kölner Künstler verlegt erneut kleine Tafeln in den Straßen Schönebecks

(lp) „Hier wohnte …“ – das ist seit kurzem auf weiteren im Boden eingelassenen Messingtafeln in den Straßen Schönebecks zu lesen. Der Kölner Künstler Gunter Demnig war nicht zum ersten Mal in der Elbestadt, um die so genannten Stolpersteine zu verlegen.

Während Gunter Demnig die Stolpersteine in den Boden setzte, berichteten Schüler aus der Biografie der Juden, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.

Während Gunter Demnig die Stolpersteine in den Boden setzte, berichteten Schüler aus der Biografie der Juden, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.

So wird an ehemalige Schönebecker gedacht, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die Arbeitsgruppe Stolper steine um Reinhard Banse hatte die Aktion auf die Beine gestellt. Seit Ende der 1990er Jahre ist Demnig in Deutschland und zunehmend auch in vielen anderen Ländern Europas unterwegs und verlegt auf Initiative von Vereinen, Schulen oder Privatpersonen Stolpersteine innerhalb seines einzigartigen Kunstprojekts.

Die Stolpersteine sind Erinnerungsmarken für all die politisch Verfolgten, Euthanasieopfer, verfolgten und vertriebenen Homosexuellen, religiösen Bevölkerungsgruppen und ethnischen Minderheiten des Nationalsozialismus. Schüler der Schönebecker Sekundarschulen „Am Lerchenfeld“ und „Maxim Gorki“ sowie des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums waren beteiligt, spendeten Steine und trugen die Biografien der Opfer vor. Zum würdigen Abschluss wurden Rosen auf die Steine gelegt.