Stress und lästige Pfunde einfach wegtanzen

Salzperle-Redakteurin testet Trend-Sport im Sportpark: So wirkt Zumba auf Körper und Seele

Tanzen, schwitzen, Rhythmus fühlen … Es klingt simpel. Doch ganz so einfach ist es nicht. Zumindest nicht, wenn man das erste Mal auf dem Parkett steht. Diese Mischung aus Tanz und Fitness macht einfach nur Spaß, erzählt Aneta. Sie ist seit zwei Jahren Zumba-Fan. „Es wird nie langweilig“, verspricht die 29-Jährige kurz vor dem Start meiner allerersten Trainingsstunde dieser Art.

Coach Christian gibt die Moves vor, die Frauen steigen ein. Beim Zumba geht es um Freude an der Bewegung und um Stressabbau.

Coach Christian gibt die Moves vor, die Frauen steigen ein. Beim Zumba geht es um Freude an der Bewegung und um Stressabbau.

Und Coach Christian, der schon länger Zumba-Kurse im Sportpark Schönebeck leitet, gibt mir mit auf den Weg: „Einfach Spaß haben, bewegen, abschalten, Alltag vergessen.“ Einsteigen sei jederzeit möglich, versichert er. Und Rhythmusgefühl müsse man auch nicht zwingend im Blut haben. Das komme von allein, so der Tänzer.

Ich stelle mich in die letzte Reihe. Auf geht’s! Die ersten, noch eher ruhigen Merengue-Töne dringen aus dem Lautsprecher. Ich bin heute Abend nicht die einzige Neueinsteigerin. Zwei weitere Frauen wollen diese tolle Kombination aus Tanz und Fitness probieren. Wenn man diese irgendwann richtig beherrsche, „verbrennt man Kalorien ohne Ende“, sagt Christian. Das lässt meine Motivation steigen.

Die einfachen Schritte zu Beginn machen mir Mut. Doch als ich plötzlich die Arme auch noch in entgegengesetzte Richtung bewegen und die Hüfte kreisen lassen soll, gerate ich in Schwierigkeiten. Während die anderen Frauen souverän übers Parkett fegen, zweifle ich an meinen koordinativen Fähigkeiten. „Das wird schon“, macht mir eine Teilnehmerin Mut. Nach vier Kursstunden gingen die Schritte in Fleisch und Blut über. Und auch Arme und Hüften würden dann im Takt harmonieren. So sei es bei ihr auch gewesen.

„Lächeln Ladys“, ruft Christian in die Menge. Der Tänzer hatden la teinamerikanischen Rhythmus im Blut. Und er versteht es, seine Schützlinge zu motivieren. Seine Lebensfreude überträgt sich. Die Salsa-, Reggaeton- und Merengue-Songs lassen einen tatsächlich den Alltag vergessen.

Marcel March, Vorstandsvorsitzender des Sportpark-Vereins, empfiehlt: Während die Mama beim Zumba schwitzt, kann das Kind ins Maximax – für monatlich 10 Euro.

Marcel March, Vorstandsvorsitzender des Sportpark-Vereins, empfiehlt: Während die Mama beim Zumba schwitzt, kann das Kind ins Maximax – für monatlich 10 Euro.

Die Bewegungen werden schnell runder, der berühmte Stock im Allerwertesten ist nach der Hälfte der Kursstunde nicht mehr so steif. Trotz Schweißperlen auf der Stirn habe ich einfach Spaß, lasse mich anstecken von den anderen. Ob der Kolumbianer Alberto Perez, der diese spezielle Fitness-Variante Mitte der 90er Jahre in seinem Heimatland entwickelt hat, mit dieser Wirkung gerechnet hat? Seine Idee, Aerobic-Elemente mit lateinamerikanischen Tanzschritten zu kombinieren, ist jedenfalls zum absoluten Trend avanciert. Ende der 90er Jahre kam Zumba in den USA an, seit etwas mehr als zwei Jahren ist sie auch aus deutschen Studios nicht mehr wegzudenken. Auch in Schönebeck hat sie immer mehr Anhänger gefunden.

Zumba bedeutet übersetzt übrigens so viel wie „Bewegen und Spaß haben.“ Treffender hätte dieser Sport auch nicht bezeichnet werden können. Das Intervall-Training hat aus meiner ersten Zumba-Stunde eine richtige Power-Nummer werden lassen. Durch die Freude an der Bewegung und die südländische Musik habe ich die Anstrengung nicht so deutlich gespürt.

Meine Empfehlung an alle, die es noch nicht probiert haben: Einfach mal starten. Im Sportpark werden Kurse an verschiedenen Tagen angeboten. Unter Tel. 03928 78700 gibt es Infos.