Tag der Rückengesundheit am 15. März: AMEOS-Chefarzt gibt Tipps

„Mobilität, Mobilität, Mobilität“

Die Zahlen sind alarmierend. Jeder zehnte Patient einer Allgemeinarztpraxis klagt darüber. In einer Facharztpraxis ist es gar jeder zweite. Rückenschmerzen haben sich zur Volkskrankheit Nummer 1 entwickelt. Doch dazu muss es gar nicht erst kommen.

Dr. Andreas Krause weiß, wie die Lendenwirbelsäule funktioniert. Er gibt Tipps bei Rückenschmerzen.

Dr. Andreas Krause weiß, wie die Lendenwirbelsäule funktioniert. Er gibt Tipps bei Rückenschmerzen.

„Mobilität, Mobilität, Mobilität“, kennt Dr. med. Andreas Krause das Rezept für ein weitestgehend beschwerdefreies Leben. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am AMEOS Klinikum Schönebeck hat täglich mit Patienten zu tun, die über Wirbelsäulenbeschwerden klagen. Im Vorfeld des bevorstehenden Tages der Rückengesundheit am 15. März gibt er Tipps zur Prävention.

„Prophylaxe ist das A und O“, sagt der Experte. Legte der Mitteleuropäer Anfang des 20. Jahrhunderts im Durchschnitt täglich fünf Kilometer zu Fuß zurück, läuft er heute gerade einmal noch 500 Meter. Und die Zeiten schwerer körperlicher Arbeit sind auch überwiegend vorbei. Die sitzende Tätigkeit belastet den Rumpf. „Und wir legen fast alle Transportwege mit dem Auto zurück“, sagt Dr. Krause.

Bewegungsmangel sei die häufigste Ursache für akute, aber auch chronische Schmerzen. Aber auch Über- und Untergewicht sowie Giftstoffe, die in Alkohol und Nikotin stecken, belasten den Knochenstoffwechsel und enden nicht selten in Beschwerden. Die Zeiten fehlender Diagnostikmöglichkeiten gehören der Vergangenheit an. „Wir haben heute die Möglichkeit, schnell und dezidiert zu diagnostizieren und zu behandeln.“ Dr. Krause und sein Team am AMEOS Klinikum sind mit moderner Technik bestens ausgerüstet.

Längst nicht jeder Bandscheiben-Patient muss auf den OP-Tisch. Standardisierte Behandlungen gibt es nicht. Jeder Patient werde individuell untersucht und erhält eine auf ihn zugeschnittene Therapie. Doch diese könne nur nachhaltig sein, wenn Betroffene anschließend ihren Alltag ändern. Wer schmerzfrei die Klinik verlässt und sich dann trotzdem nicht regelmäßig bewegt oder seine Ernährung umstellt, wird auf Dauer keinen Erfolg haben.

Der Chefarzt empfiehlt gelenkschonende Sportarten wie Rad fahren oder Schwimmen. Gerade dafür seien die Voraussetzungen in Schönebeck mit zwei Schwimmhallen ideal.

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