Vom Rosenkavalier zum Beinahe-Pool-Champion

Bachelor Jan Kralitschka auf Stippvisite in der Heimat • Kurzbesuch bei unserer Redakteurin

Ob er Rosen an Single-Frauen verteilt oder sich beim Synchronschwimmen nass macht: Jan Kralitschka macht immer eine Top-Figur. Und sieht dabei immer unverschämt gut aus. Zumindest im Fernsehen. In der Realität hat der Bachelor aber eine noch viel betörendere Ausstrahlung.

Abendstimmung an der Elbe. Der als Bachelor bekannt gewordene Jan Kralitschka aus Schönebeck besuchte bei seiner kurzen Heimat-Stippvisite auch unsere Redakteurin.

Abendstimmung an der Elbe. Der als Bachelor bekannt gewordene Jan Kralitschka aus Schönebeck besuchte bei seiner kurzen Heimat-Stippvisite auch unsere Redakteurin.

Zwischen TV Turmsprung und Kaufhaus-Auftritt in Plauen hatte der Schönebecker Ende Juni kurz Zeit, seine alte Heimat zu besuchen. Erst verteilte er auf der Dankeschönveranstaltung für die Fluthelfer von Suppe & Seele warmes Essen, dann besuchte er unsere Redakteurin. Die beiden plauderten über alte Zeiten und neue Herausforderungen.

Lässige Shorts, Flip-Flops, schlichtes Shirt. Er sitzt tatsächlich auf meiner Terrasse. Dieser Mann, der einfach alles tragen kann und trotzdem umwerfend aussieht. Seine Stimme kannte ich ja schon von Telefoninterviews. Ihm gegenüberzusitzen, lässt meine Nervosität in unermessliche Höhen steigen. Er hatte zu Bachelor-Zeiten versprochen, sich zu melden, wenn er mal wieder die alte Heimat besucht. Und sein Versprechen eingehalten.

Noch eine positive Eigenschaft auf der ohnehin langen Liste. Er genieße die Aufmerksamkeit, gibt er unumwunden zu. Mal verteilt er beim ATP-Tennisturnier werbewirksam Lippenstifte an Frauen, dann jettet er um die halbe Welt, um für Modefotografen zu posieren. Und wenig später wird er wieder zu Seminaren großer Firmen eingeladen. „Ich werde jetzt für einen Frauenversteher gehalten“, sagt er augenzwinkernd und genießt dabei sein kühles, aber geliebtes „Mädchenbier“.

Dass er nur selten zu Hause ist, gehört zu seinem Leben dazu. Zwar sei er schon vor der TV-Kuppelshow mehr als Model denn als Rechtsanwalt aktiv gewesen. Doch sein Bekanntheitsgrad hat für neue Jobs gesorgt. „Ich habe nur mit fröhlichen Menschen zu tun.“ Das mache mehr Spaß als vor Gericht über Nachbarstreitigkeiten zu verhandeln. Verständlich.

Der Rosenkavalier erzählt ungezwungen über die Schmerzen, die ihm das Turmspring-Training für die TV-Show „Pool-Champion“ einbrachten und die Herausforderung des Synchronschwimmens. Er scheint immer gut drauf zu sein. Er berichtet von Veranstaltungen, für die er gebucht werde und kaum etwas machen müsse.

Hallo? Dieser Mann muss nichts machen außer fantastisch auszusehen. Eine seiner leichtesten Übungen. Obwohl er sich selbst ganz bescheiden gar nicht für so mega-attraktiv hält wie die halbe Frauenwelt. Den Bezug zu Schönebeck und seine Bodenhaftung wird Jan trotz Jet-Set-Lebens und Promi-Status nie verlieren. Auch, weil seine Eltern und sein Bruder noch hier leben. Während der Hochwassertage telefonierte er täglich mit seiner Familie. Bangte mit ihr. Wohnt sie doch auf ostelbischer Seite nahe dem Fluss.

Und er verfolgte auch die Diskussionen um den Oberbürgermeister, der im Urlaub weilte. Bekam mit, wie groß der Unmut in der Bevölkerung war. Das lässt ihn keineswegs unberührt, auch wenn er zumeist weit weg ist. Auch das macht ihn sympathisch. Die Zeit mit dem charmanten Junggesellen verfliegt viel zu schnell. Wo werde ich ihn in Zukunft sehen? Let’s Dance? Dschungelcamp? Jan zuckt mit den Achseln. Und verrät dann, was er gern einmal machen würde – in einem Rosamunde-Pilcher-Film mitspielen. Der charmante Lord aus Cornwall? Das wäre wirklich die perfekte Rolle für ihn.