Wasser für den Katastrophenfall

Neue Entnahmestelle in Schönebeck übergeben / Weitere Brunnen in Planung

(akb). Für den Fall einer Not-, Krisen- oder Katastrophensituation ist es enorm wichtig, bereits im Vorfeld die Versorgung der Bürger mit Wasser zu sichern. In Schönebeck existieren deshalb insgesamt zwölf Notwasserbrunnen. Um den gesetzlichen Grundlagen zur Trinkwasserversorgung gerecht zu werden, müssen drei dieser Brunnen instand gesetzt werden. Auch ein neuer Brunnen wurde nötig, da zwei andere Entnahmestellen in der Nähe nicht mehr sanierungsfähig waren und wieder verfüllt werden mussten. Vor wenigen Tagen konnte der neue Notwasserbrunnen übergeben werden.

Tilo Dietze und Volker Jurkowski von der Feuerwehr Schönebeck öffnen den Brunnen, Augenzeugen sind Angelika Ebeling vom für den Bau verantwortlichen Sachgebiet Tiefbau und Olaf Godlofski

Tilo Dietze und Volker Jurkowski von der Feuerwehr Schönebeck öffnen den Brunnen, Augenzeugen sind Angelika Ebeling vom für den Bau verantwortlichen Sachgebiet Tiefbau und Olaf Godlofski.

30.000 Euro hat die Stadt Schönebeck in den Bau des neuen Brunnens in der Nähe der Magdeburger Straße investiert, der im Ausnahmefall von Bürgern im Umkreis von 1700 Metern zur Wasserentnahme genutzt werden kann. Außerdem wird das Wasser bei Bedarf auch zu Pflegeheimen und Krankenhäusern transportiert. Zum Trinken ist die entnommene Flüssigkeit nicht geeignet, sie ist aber nitrat- und kolibakterienfrei und kann nach dem Zusetzen von Chlortabletten abgekocht genutzt werden. Aus dem neuen Brunnen können pro Stunde 15 Kubikmeter Wasser gefördert werden. In einer Krisensituation stehen jedem Haushalt 15 Liter pro Tag zu. Auch die Freiwillige Feuerwehr kann Löschwasser aus dem Brunnen beziehen.