Wasserwehr Schönebeck hat neues Domizil bezogen

Kaum Einsätze, trotzdem reichlich Abwechslung

„Wir würden schon gern mal wieder zum Einsatz kommen.“ Dirk Lindner weiß natürlich, dass hochwasserfreie Zeiten besser sind. Doch den Leiter der Schönebecker Wasserwehr und seinen Kameraden juckt es mal wieder in den Fingern. Der letzte Hochwassereinsatz liegt schon eine Weile zurück. Im Jahr 2012 stieg der Pegel der Elbe an der Messstelle in Barby kein einziges Mal über den kritischen Punkt von 5,90 Meter. In diesem Jahr lag er schon einmal bei 5,40 Meter. Einen halben Meter zu niedrig, um Alarmstufe 3 zu erreichen. Langweilig wird es in der Truppe aber auch ohne Einsätze nicht.

Das neue Domizil ist bezogen. Die Mitglieder der Schönebecker Wasserwehr haben ihre Heimstätte seit Mitte Februar im einstigen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.

Das neue Domizil ist bezogen. Die Mitglieder der Schönebecker Wasserwehr haben ihre Heimstätte seit Mitte Februar im einstigen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.

Erst vor kurzem sind die Kameraden vom viel zu kleinen Domizil in Frohse zur einstigen Feuerwehrwache nach Schönebeck umgezogen. „Alles kriegen wir hier aber auch nicht unter“, erzählt Lindner beim Rundgang. In verschiedenen Außenlagerstellen in der Stadt werden unter anderem Sandsäcke gelagert. In der neuen Heimstätte, in die die Wasserwehrleute Mitte Februar eingezogen sind, ist genug Platz für die Alu-Elemente, aus denen Hochwasserschutzwände zusammengebaut werden. Auch der Transporter passt in die Garage.

Das war in Frohse in der Pkw-Garage nicht möglich. Ein paar Renovierungsarbeiten mussten die 15 Mitglieder der Wehr, darunter drei Frauen, vor dem Umzug noch vornehmen. Aber inzwischen haben sie sich eingelebt, die Spinte gefüllt. „Es ist aber noch Platz für neue Spinte“, sagt Lindner. Neue Gesichter sind jederzeit willkommen. Voraussetzung: „Wer mitmachen möchte, sollte gesund und gut zu Fuß sein und schwimmen können.“ Außerdem müssen Mitglieder in der Wasserwehr mindestens 18 Jahre alt sein. Die Arbeit ist abwechslungsreich, erfordert körperliche und geistige Fitness.

Neben 14-tägigen Diensten finden immer wieder Übungen statt. Auch die Ausbildung ist wichtig. Ob Bootsführerschein oder Sanitätslehrgänge: Die Wehrmitglieder werden gut geschult.

Mitstreiter willkommen

Interessierte können sich bei Dirk Lindner unter Tel. 03928 429071 melden.