Wir-Gefühl und Hingucker schaffen

Enthusiastische OB-Rede beim Neujahrsempfang macht Mut

„Machen wir unsere Stadt zu einem beachteten Hingucker.“ Mag Anfang April auch etwas spät sein für einen Neujahrsempfang. Doch den Enthusiasmus, den Bert Knoblauch vier Monate nach dem Jahreswechsel an den Tag legt, ist fast noch größer als er es zu Beginn eines neuen Jahres sein kann.

Der neue Oberbürgermeister hat hehre Ziele, sprüht vor Ideenreichtum und scheut sich auch nicht, seine Visionen  voranzutreiben. Als er bei seiner Rede vor vielen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung im Dr.-Tolberg-Saal davon sprach, „Hingucker für unsere Hingucker“ zu schaffen, leuchteten seine Augen. Er schaute zu seinem Magdeburger Amtskollegen Lutz Trümper und nannte die „Otto“-Stadt als Vorbild. Auch Schönebeck habe großes Potenzial, das es gelte, nach außen zu tragen. Das funktioniere nicht, ohne ein „Wir-Gefühl“ in der Stadt zu schaffen. Dass er einen Großteil dazu beitragen wolle, daran ließ Knoblauch keine Zweifel aufkommen.

Rathauspreise für Karl-Friedrich Gehse und Anders Nyborg

 

IMG_2005

„In der Geschichte unserer Stadt gab es keinen Menschen, der das Stadtbild mit seinen eigenen schöpferischen Ideen derart veränderte, dass es über viele, viele Jahre davon geprägt sein wird.“ Christian Jung ist heute noch, 25 Jahre später nach Karl-Friedrich Gehses Verdiensten um die Stadtentwicklung, froh, den Architekten kennen gelernt und für Schönebeck begeistert zu haben. Während seiner Laudatio beim Neujahrsempfang erinnerte der Stadtrat an die Vor- und Nachwendezeit, als das Sterben großer Betriebe begann, als aus Prachtstraßen „Straßen des Grauens“ wurden und die Häfen versandeten. „Haus um Haus in der historischen Altstadt wurde abgerissen, um an gleicher Stelle Plattenbauten zu errichten.“ Gehses Ideen für die Gestaltung der Stadt sorgten für Hoffnung. Ihm ist es zu verdanken, dass das dem Verfall preisgegebene Salzmagazin zu einer schicken Wohnanlage wurde.

In seiner Kunst vermittelt er Visionen, die in ihm reifen. Sie sind teils Mythos, teils Traum, teils Realität. Anders Nyborg weiß, dass sich in der Kunst niemand an vorgezeichnete Regeln hält. Und das ist auch gut so. „Die künstlerische Freiheit ist das notwendige Korrektiv – der Gegenpol – zum Ordnungs- und Regulierungsprinzip“, sagt Martin Hennig. Der Vorsitzende des Elbuferfördervereins hielt eine vielsagende Laudatio für den dänischen Künstler, der wegen seiner Verdienste um die kulturelle Entwicklung Schönebecks während des Neujahrsempfangs mit dem Rathauspreis 2014 geehrt wurde. Nyborg hat mit der Salzblume ein Kunstwerk geschaffen, das zu einem Wahrzeichen für die Stadt geworden ist.

Ehrennadeln für zwei Ranieser Kameraden

Es ist schon fast wieder ein Jahr her, als das Hochwasser die Menschen an Elbe und Saale bangen, aber auch zusammenrücken ließ. Die Ereignisse der zweiten Jahrhundertflut innerhalb von elf Jahren wird so schnell niemand vergessen. Viele Freiwillige haben mit angepackt, um ihre Heimat vor großen Schäden zu bewahren. Auch die beiden Ranieser Kameraden Martin Hopfer und Gunnar Ulrich. Stellvertretend für viele andere Einsatzkräfte wurden sie während des Neujahrsempfang von Salzlandkreis-Dezernentin Reingard Stephan mit der Feuerwehrspange des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

IMG_2018