„Wir werden Lehren ziehen müssen“

Nach dem Hochwasser: Verwaltung arbeitet an der Aufarbeitung

„Die Aufarbeitung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Dezernatsleiter Joachim Schulke blickte während der Stadtratssitzung Anfang Juli zurück auf die schlimmste Flut, die Schönebeck bislang erreicht hat.

Das Hochwasser hat viele Schäden hinterlassen. Die Aufarbeitung soll schnell erfolgen, neue Schutzziele schnellstmöglich definiert werden.

Das Hochwasser hat viele Schäden hinterlassen. Die Aufarbeitung soll schnell erfolgen, neue Schutzziele schnellstmöglich definiert werden.

Die Jahrhundertflut von 2002 habe gelehrt, dass sehr schnell wieder eine kommen könnte, meinte er. Wenn die Natur mehr Raum brauche, müsse ihr dieser gegeben werden.

Konkret wurde Schulke indes noch nicht. Aber: „Die Definition der Schutzziele muss zeitnah erfolgen“, konstatierte er. Zuvor hatte er noch Zahlen parat.

Insgesamt wurden von 5.326 registrierten Einsatzkräften rund 8.000 Sandsäcke geschippt und verteilt. 1.387 Menschen in Schönebeck und den Ortsteilen mussten evakuiert werden.

Es galt, 27,86 Kilometer Deich zu schützen. Neben freiwilligen Helfern waren Kräfte von DLRG, THW, Bundeswehr, Feuerwehren, DRK und Wasserwehr Schönebeck im Einsatz. „Wir werden die richtigen Lehren ziehen müssen“, so Schulke.

Schönebecks stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Schröder nutzte die Gelegenheit, allen Helfern, die während des Hochwassers im Einsatz waren, zu danken. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, fasste sie zusammen.

Freiwillige Aufgaben auf dem Prüfstand

Die Stadt Schönebeck gibt rund 6,3 Millionen Euro für freiwillige Aufgaben aus. Eine Zahl, die das Haushaltsloch groß macht. Die Fraktion UWG/Grüne brachte im Stadtrat einen Antrag ein, nach Möglichkeiten zu suchen, die Leistungen um 20 Prozent zu kürzen.

Die kontrovers geführte Diskussion führte letztendlich zu keinem Ergebnis. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. „Nun sind wir wieder an einem Punkt, an dem wir überhaupt nichts gekonnt haben“, schüttelte Reiner Hornich den Kopf.

Graffiti-Projekt auf der Salineinsel

Im Rahmen des Projektes „Umgestaltung der Salineinsel zum Bürgerpark” trafen sich Anfang Juli kreative Teilnehmer auf der Salineinsel. Mit dabei waren Schüler der Lerchenfeldschule. Die Graffitigruppe „L-Kids” wurde von der Lehrerin Ellen Kursawa begleitet und von Elisabeth Köllmann unterstützt.

Die Landschaftsarchitektin kümmert sich leidenschaftlich um die künstlerische Gesamtleitung des Projektes. Die Zusammenarbeit wurde durch die Stadtwerke finanziell und fürsorglich unterstützt.

Grundweg-Fahrbahn wird zum Teil saniert

Die Fahrbahn des Grundwegs wird zum Teil saniert. Ende Juli wurde damit begonnen. Voraussichtlich Ende August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Fahrbahn wird für den Verkehr voll gesperrt. Betroffen ist eine etwa 100 Meter lange Trasse.

Der Bau erfolgt abschnittsweise. Die Zufahrt zum Jobcenter wird entweder über den Heinitzhof/Grundweg oder die Industriestraße/Grundweg möglich sein. Im Einmündungsbereich zum Jobcenter wird es temporäre Sperrungen geben.