Zwischen Trends und Schutz

Worauf bei einer Sonnenbrille geachtet werden sollte

Sie ist einer der wichtigsten Begleiter durch den Sommer. Doch die Sonnenbrille ist inzwischen weit mehr als ein Schutz gegen die Strahlen. Sie ist ein Accessoire, das aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken ist. Und so ist auch sie einem ständigen Wandel unterworfen. Wir haben mit Optiker Rainer Irrgang über angesagte Fassungen, Farben und wichtige Eigenschaften gesprochen.

Optiker Rainer Irrgang kennt die Trends, weiß aber auch, welche Eigenschaften wichtig sind.

Optiker Rainer Irrgang kennt die Trends, weiß aber auch, welche Eigenschaften wichtig sind.

„Große Brillen sind nach wie vor im Trend“, weiß der Fachmann und freut sich drüber. Bieten die großen Gläser doch mehr Schutz. Breite Bügel, die ebenfalls angesagt sind, lassen Sonnenstrahlen, die von der Seite kommen, nicht durch und halten zudem lästigen Wind von den Augen fern. Retro-Look und Pilotenbrille bestimmen den modischen Zeitgeist 2013. Die Gläser kommen vor allem in Braun oder Schwarz daher.

Das bedauert Rainer Irrgang ein wenig. Er mag es, wenn Farbe ins Glas- und Fassungsspiel kommt. Zumindest bei den Damen-Fassungen sind verspielte Bügel-Details auszumachen. Da glitzert und funkelt es schon einmal.

Doch dem Optiker geht es mehr um Funktionen denn um Formen. Sonnenbrillen, die in den Ländern der EU verkauft werden, müssen das CE-Kennzeichen tragen. Dieses garantiert ein Minimum an Qualitätsstandards.

Die Gläser müssen vor ultravioletter Strahlung schützen. Das Brillenglas filtert diese normalerweise. Dabei spielt die Farbe keine Rolle. Nicht die dunkelsten Gläser schützen am besten, sondern die aus hochwertigem Material mit eingebautem UV-Filter. Die Sonnenbrillen, die Rainer Irrgang anbietet, lassen keine UV-Strahlung durch.

Er bietet seinen Kunden auch an, ihre Brillen mitzubringen. Er hat zwei hochmoderne Geräte, mit denen er die Durchlässigkeit von UVStrahlen nachweisen kann. Auch der Blendschutz ist enorm wichtig. Hierzulande würden

zumeist Sonnenbrillen der Kategorie 3 verkauft. Diese haben eine Lichtdurchlässigkeit von 8 bis 18 Prozent. Der Filter ist sehr dunkel. So sind die Modelle für südliche Gefilde, für einen Aufenthalt auf dem Wasser, am Strand und in den Bergen geeignet.

Bei guten Brillen ist die Schutzstufe übrigens auf der Innenseite des Brillenbügels angegeben. Nicht zuletzt kommt es auch auf die Qualität der Gläser an. Eine Sonnenbrille sollte gut geschliffene Gläser haben. Mineralglas und Kunststoff eignen sich auch. Hochwertige Gläser der „optischen Kategorie 1“ weisen keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf, die zu müden Augen oder gar Kopfschmerzen führen können. Ein Tipp beim Kauf: Auf einen leichten Fingerdruck hin darf das Glas nicht in sich nachgeben.

Wer seine Sonnenbrille also nicht nur als Schatten-Accessoire tragen möchte, sollte sich vom Experten beraten lassen.